#praxenkollaps

Protest der Ärzteschaft deutschlandweit und regional

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© KVNO

Vertreterinnen und Vertreter der KV Nordrhein sind im August nach Berlin gefahren, um dort die sieben zentralen Forderungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Länder-KVen unter dem Motto #praxenkollaps mit Nachdruck zu unterstützen. Die große öffentliche Krisensitzung der niedergelassenen Ärzteschaft aus ganz Deutschland war ein wichtiges und starkes Zeichen gegen die Schieflage in der ambulanten Versorgung.

„Es war immens wichtig, dass wir auf die derzeitige Unterfinanzierung des ambulanten Systems, den Fachkräftemangel oder auch Mängel bei der Digitalisierung öffentlich aufmerksam gemacht haben“, sagte Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.

Zusätzlich zu dem KV-Protest sowohl auf Bundesebene haben sich mittlerweile viele Verbände in Nordrhein als Aktionsbündnis "Praxenkollaps – Nordrhein" zusammengeschlossen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, außerdem wurde Mitte Oktober eine Petition gestartet, die Sie in den Praxen unterstützen konnten.

Das sind die Forderungen der Praxen an die Politik

  • 1 - Tragfähige Finanzierung
  • 2 - Abschaffung der Budgets
  • 3 - Ambulantisierung
  • 4 - Sinnvolle Digitalisierung
  • 5 - Mehr Weiterbildung in Praxen
  • 6 - Weniger Bürokratie
  • 7 - Keine Regresse
  • 1 - Tragfähige Finanzierung

    Retten Sie die Praxen aus den faktischen Minusrunden und sorgen Sie für eine tragfähige Finanzierung, die auch in der ambulanten Gesundheitsversorgung insbesondere Inflation und Kostensteigerungen unmittelbar berücksichtigt!

  • 2 - Abschaffung der Budgets

    Beenden Sie die Budgetierung, damit auch Praxen endlich für alle Leistungen bezahlt werden, die sie tagtäglich erbringen!

  • 3 - Ambulantisierung

    Setzen Sie die angekündigte Ambulantisierung jetzt um – mit gleichen Spielregeln für Krankenhäuser und Praxen!

  • 4 - Sinnvolle Digitalisierung

    Lösen Sie mit der Digitalisierung bestehende Versorgungsprobleme. Sorgen Sie für nutzerfreundliche und funktionstüchtige Technik sowie die entsprechende Finanzierung, und belassen Sie die datengestützte Patientensteuerung in ärztlichen und psychotherapeutischen Händen!

  • 5 - Mehr Weiterbildung in Praxen

    Stärken Sie die ärztliche und psychotherapeutische Weiterbildung! Diese muss – um medizinisch und technisch auf dem aktuellen Stand zu sein – schwerpunktmäßig ambulant stattfinden. Beziehen Sie auch hier die niedergelassene Vertragsärzte- und Psychotherapeutenschaft ein!

  • 6 - Weniger Bürokratie

    Schnüren Sie das angekündigte Bürokratieabbaupaket, damit wieder die Medizin im Vordergrund steht und nicht der „Papierkram“!

  • 7 - Keine Regresse

    Schaffen Sie die medizinisch unsinnigen Wirtschaftlichkeitsprüfungen ab! Die Arzneimittelregresse müssen weg!

Aktionsbündnis "Praxenkollaps Nordrhein"

Aktionsbündnis Praxenkollaps Nordrhein
© Aktionsbündnis Praxenkollaps Nordrhein

Im Rheinland hat sich aus der Vertreterversammlung der KV Nordrhein heraus ein breites Aktionsbündnis von 26 ärztlichen und psychotherapeutischen Berufsverbänden und Versorgergruppen gegründet. Ziel der Initiative „Praxenkollaps – Nordrhein“ ist es, auf die drohende Zerstörung der ambulanten Versorgung aufmerksam zu machen und die Öffentlichkeit über die aktuelle Schieflage im Gesundheitssystem zu informieren.

Infos zum Aktionsbündnis auf praxenkollaps.de

Statements der Ärzte- und Psychotherpeutenschaft zur aktuellen Situation

Mitmachen und Abgeordnete informieren

Suchen Sie die Abgeordneten aus Ihrer Region und informieren Sie diese direkt per E-Mail über die Probleme der Praxen und unsere Forderungen.

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