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Coronavirus: Vorerst kein Mammographie Screening mehr

27.03.2020 Gesundheitstipps, Pressemitteilungen

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein weist darauf hin, dass das Mammographie-Screening-Programm angesichts der Infektionsgefahr durch das Coronavirus vorerst bundesweit ausgesetzt wird. Die Standorte aller Screening-Einheiten werden zum Ende dieser Woche vorübergehend geschlossen. Bis zum 30. April werden keine Einladungen verschickt. Anschließend soll der Versand der Einleitungen umgehend nachgeholt werden.

Von der vorübergehenden Einstellung des Screenings sind in Nordrhein rund 55.000 Frauen betroffen. Frauen, die erst jüngst zur Untersuchung waren und bei denen ein auffälliger Befund festgestellt wurde, erhalten unverändert eine zeitnahe Abklärungsdiagnostik. Frauen mit akut auffälligen Befunden außerhalb des Screenings werden wie bisher kurativ versorgt.

Nutzen-Schaden-Abwägung

Der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), der in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Gesundheit erfolgte, soll eine einheitliche Lösung für ein bundesweites Vorgehen einleiten. In Anbetracht der aktuellen Entwicklung der COVID-19-Pandemie wurde die Nutzen-Schaden-Abwägung zwischen einem verschobenen Untersuchungstermin für das Screening einerseits und dem Risiko einer Infektion andererseits neu bewertet.

Nach Mitteilung der Kooperationsgemeinschaft hat bereits ein Viertel der Screening-Einheiten wegen krankheits- und quarantänebedingter Personalausfälle in Folge der Corona-Pandemie den Betrieb eingestellt. In einigen Regionen haben die Gesundheitsämter bereits Screening-Einheiten geschlossen.

Die Zentrale Stelle Mammograpie-Screening Nordrhein bleibt zu den gewohnten Zeiten unter der Telefonnummer 0211-5970 7000 erreichbar, um die Termine zu verschieben. Alternativ kann auch der Terminservice online genutzt werden.