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Kreis Heinsberg: KV Nordrhein und Hermann-Josef-Krankenhaus Erkelenz eröffnen Diagnosezentrum für Corona-Patienten

04.03.2020 Gesundheitstipps, Pressemitteilungen

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein und das Hermann-Josef Krankenhaus in Erkelenz bieten Patienten im Kreis Heinsberg ab heute eine neue Anlaufstelle für die Abklärung einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus. In der West- promenade im Willy-Stein-Stadion befindet sich seit dem heutigen Morgen eine mobile Arztpraxis, die von der KV Nordrhein als Eigeneinrichtung betrieben und in enger Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus und mit Unterstützung des Kreises Heinsberg entstanden ist. Patienten können die Einrichtung von 8 bis 18 Uhr an sieben Tagen die Woche aufsuchen.

"Außergewöhnliche Situationen bedürfen außergewöhnlicher Maßnahmen", sagte Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein bei der Eröffnung der Einrichtung. "Die Situation im Kreis Heinsberg erfordert zusätzliche Kapazitäten zur Versorgung von Patientinnen und Patienten, bei denen der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht. Mit der neuen Einrichtung können wir diese Patienten nicht nur adäquat medizinisch betreuen, sondern auch verhindern, dass sie in die stark frequentierten Praxen der Niedergelassenen oder in die Ambulanzen der Kliniken vor Ort gehen.

Das Foto zeigt das Diagnosezentrum für Patienten mit Verdacht auf eine Coronainfektion

Diagnosezentrum für Patienten mit Verdacht auf eine Coronainfektion.

Zudem haben wir unsere Patientenhotline 11 6 11 7 so erweitert, dass Patienten dort nicht nur Informationen zur Erkrankung erhalten, sondern auch an die richtigen Anlaufstellen verwiesen werden". Über die 11 6 117 erfolgt zumindest in den kommenden Tagen auch die Vermittlung beziehungsweise die Terminvergabe für das neue Diagnosezentrum in Erkelenz. Patienten ohne einen begründeten Verdacht auf eine Corona-Infektion sollen die Einrichtung nicht aufsuchen.

"Diese zusätzliche Anlaufstelle für die Bevölkerung ist wichtig und notwendig, um die ambulante und stationäre Gesundheitsversorgung im Kreis Heinsberg aufrecht zu erhalten. Dieses Projekt ist eine gelebte und effiziente Kooperation der verschiedenen Versorgungsstrukturen", sagt Jann Habbinga, Verwaltungsdirektor des Hermann-Josef-Krankenhauses.

Untersuchung und Abstrich

Die Patienten werden vor Ort eingeschätzt, untersucht und behandelt. Um eine mögliche Corona-Infektion festzustellen, werden Rachenabstriche gemacht, die über das Gesundheitsamt des Kreises in ein entsprechendes Labor geschickt und dort geprüft werden. Teile des Sportzentrums werden als Wartezimmer genutzt, es gibt zwei Behandlungszimmer und einen Aufenthaltsraum. In der mobilen Arztpraxis sind immer eine Ärztin oder ein Arzt sowie weiteres medizinisches Fachpersonal, das zumindest im ersten Monat des Betriebs von der KV Nordrhein und dem Hermann- Josef-Krankenhaus gestellt wird, im Einsatz. Den Dienstplan für das ärztliche Personal koordiniert die Kreisstelle Viersen der KV Nordrhein.