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Podologie: Auch bei Neuropathien und Querschnittsyndrom

06.07.2020 KVNO aktuell, Verordnungsinfos

Ärzte durften Podologie bisher nur bei Schädigungen infolge eines diabetischen Fußsyndroms zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnen. Um Folgeschädigungen der Füße zu verhindern, können Ärzte eine podologische Therapie seit 1. Juli bei zwei weiteren Indikationen verordnen.

Zum einen ist die Verordnung bei einem Fußsyndrom bei Neuropathien möglich. Hierbei handelt es sich um eine krankhafte Schädigung am Fuß als Folge einer sensiblen oder sensomotorischen Neuropathie, zum Beispiel bei systemischen Autoimmunerkrankungen oder Kollagenosen.

Außerdem darf Podologie verordnet werden, wenn ein Fußsyndrom bei Querschnittsyndromen diagnostiziert wurde. Hierbei handelt es sich um eine krankhafte Schädigung am Fuß als Folge eines Querschnittsyndroms, zum Beispiel bei Spina bifida oder chronischer Myelitis.

Alle Infos zur Verordnung einer podologischen Therapie hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung in einer vierseitigen Praxisinformation zusammengestellt: "Heilmittel Podologie bei weiteren Indikationen möglich – Was Ärzte zur Verordnung wissen müssen".

NAU