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Krebsfrüherkennung dokumentieren

11.09.2020 KVNO aktuell, Praxisinfos

Die ausgesetzte Dokumentation für die Früherkennungsprogramme Darm- und Gebärmutterhalskrebs soll am 1. Oktober 2020 beginnen. Nach einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses sind Ärzte ab dann verpflichtet, bestimmte Parameter elektronisch zu erfassen.

Hintergrund ist, die Programme künftig auswerten und beurteilen zu können. Die Schlussfolgerungen eröffnen die Möglichkeit, die Krebsfrüherkennung zu verbessern und die Programme stetig weiterzuentwickeln.

Eigentlich war die Dokumentation zur Qualitätssicherung bereits ab 1. Januar dieses Jahres verpflichtend. Aber da zu diesem Zeitpunkt noch keine ausreichend geprüfte Software für die Praxen zur Verfügung stand, hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die vorübergehende Aussetzung der Dokumentationsverpflichtung beschlossen, die nun am 30. September endet.

Nur wenn die ab 1. Oktober 2020 verpflichtenden Dokumentationsvorgaben der organisierten Krebsfrüherkennungs-Richtlinie erfüllt werden, können künftig die Früherkennungs- und Abklärungsuntersuchungen im Falle eines positiven Stuhltests (iFOBT) zulasten der gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden.

Mit der Teilnahme am Früherkennungsprogramm werden persönliche Daten der Versicherten zur Auswertung erhoben und pseudonymisiert. Damit sind keine Rückschlüsse auf eine bestimmte Person möglich. Dennoch können Versicherte der Speicherung und verschlüsselten Auswertung ihrer Daten ohne Angabe von Gründen widersprechen.