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Strukturfonds: Neue Fördergebiete festgelegt

20.03.2020 KVNO aktuell, Praxisinfos

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein hat im Jahr 2019 über 70 Ärzte mit Finanzmitteln aus ihrem Strukturfonds unterstützt. Das Förderprogramm soll den Einstieg in die ambulante hausärztliche Tätigkeit in Regionen mit besonderem Versorgungsbedarf erleichtern. Hierfür stellt die KV Mittel in Höhe von jeweils bis zu 70.000 Euro bereit. Halbjährlich werden die Fördergebiete aktualisiert.

Seit dem 1. Januar 2020 gibt es 25 Fördergebiete mit insgesamt 54 förderfähigen Sitzen – etwa 20 Prozent mehr förderfähige Sitze als bei der letzten Veröffentlichung im Juli 2019. Dabei wurden diesmal auch die jüngsten Änderungen an der Bedarfsplanungsrichtlinie berücksichtigt. Ausschlaggebend für die Auswahl der Fördergebiete im Rheinland ist eine regelmäßige Analyse der aktuellen Versorgungsgrade und der Altersstruktur der vor Ort tätigen Hausärztinnen und Hausärzte durch die KV Nordrhein.

Die Bereiche Schwalmtal, Wülfrath, Geilenkirchen, Bedburg, Erkelenz und Heiligenhaus sind nach dem Jahreswechsel als neue Fördergebiete hinzugekommen. Dafür ist der Bereich Niederkassel aufgrund positiver Veränderungen kein Fördergebiet mehr. Dort konnten fünf neue Hausärzte für die Versorgung gewonnen werden. Die nächste Aktualisierung erfolgt am 1. Juli 2020.

Die Grafik zeigt die Fördergebiete des Strukturfonds in Nordrhein, Stand Juli 2019
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Die rot eingefärbten Bereiche sind die Fördergebiete des Strukturfonds in Nordrhein. In diesen Gebieten werden zum Beispiel Neugründungen, Übernahmen und Anstellungen von Hausärzten mit bis zu 70.000 Euro gefördert.

Rückblick auf 2019

Ein erheblicher Teil der Hilfen ist im vergangenen Jahr in die ambulante Versorgung des Kreises Kleve geflossen: „Insgesamt wurden in Emmerich, Kleve, Geldern und Goch Fördergelder in Höhe von mehr als 900.000 Euro etwa für Neugründungen oder Übernahmen hausärztlicher Praxen sowie die Anstellung von Hausärzten bewilligt. Aber auch im Kreis Viersen sowie im Oberbergischen Kreis hat sich eine Vielzahl an Medizinerinnen und Medizinern erfreulicherweise von uns fördern lassen“, berichtet Dr. med. Carsten König, stellvertretender Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein.

Bezogen auf ganz Nordrhein beliefen sich die Förderungen im vergangenen Jahr insgesamt auf über 4,1 Millionen Euro. „Mit unserem Strukturfonds verbessern wir die ambulante Versorgung an den richtigen Stellen und in den richtigen Regionen im Rheinland. Ich freue mich, dass die Kolleginnen und Kollegen die Förderungen rege in Anspruch nehmen und zusammen mit uns die ambulante Versorgung vor Ort stärken“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.

Marscha Edmonds

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Das Foto zeigt Maike Rettig, KV Nordrhein
Das Foto zeigt Svenja Potthoff, KV Nordrhein