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TI: Medikationsplan und Notfalldatenmanagement

25.09.2019 KVNO aktuell, Praxisinfos

Nach dem Online-Abgleich der Versichertenstammdaten stehen als nächste Schritte auf der E-Health-Agenda der elektronische Medikationsplan (eMP) und das Notfalldatenmanagement (NFDM). Hier haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Krankenkassen in Finanzierungsfragen verständigt.

Darum geht’s: Mit dem NFDM gibt es endlich medizinischen Mehrwert auf Basis der Telematikinfrastruktur (TI). Denn auf der eGesundheitskarte (eGK) werden künftig Daten gespeichert, die im Notfall Leben retten können, zum Beispiel chronische Erkrankungen, Allergien und Unverträglichkeiten. Erste Tests laufen derzeit an, möglicherweise startet der NFDM ab März 2020. Beim eMP speichern Ärzte den Medikationsplan auf der eGK.

Für beide Anwendungen benötigen Praxen weitere Kartenterminals – und dafür gibt es Erstattungen von 535 Euro pro Gerät. Anspruch darauf haben Ärzte, die ihre Praxis-IT auf den eMP und/oder das NFDM umstellen. Die Anzahl der Terminals ist von der Zahl der Fälle abhängig.

Für den Aufwand der Praxen bei der Einführung des eMP und NFDM gibt es eine Zusatzpauschale von 60 Euro. Diese kann abhängig von der Zahl der Fälle je Gerät abgerechnet werden und ist zeitlich befristet: Sie wird vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 gezahlt. Damit Praxen mit eMP und NFDM arbeiten können, sind Updates von Konnektor und Praxisverwaltungssystem erforderlich. Die dafür bereits ausgehandelte Pauschale bleibt unverändert bei 530 Euro.

Frank Naundorf