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Keratokonus: Hornhautvernetzung ist Kassenleistung

09.05.2019 Honorar, KVNO aktuell, Praxisinfos

Augenärzte können bei Patienten mit fortschreitendem Keratokonus seit 1. April 2019 die Hornhautvernetzung mit Riboflavin als neue Behandlungsmethode anwenden. Das hat der Bewertungsausschuss festgelegt und mehrere Gebührenordnungspositionen (GOP) in den EBM aufgenommen. Es handelt sich um eine genehmigungspflichtige Leistung des Kapitels 31 EBM.

Den operativen Eingriff rechnen Ärzte über die GOP 31364 ab. Diese Leistung ist je Auge mit 2704 Punkten bewertet (292,64 Euro) und kann je Auge höchstens einmal im Krankheitsfall berechnet werden.

Zur Vergütung der topografischen Untersuchung der Hornhaut wurde zudem die Grundpauschale der Augenärzte für die Altersklasse 6. bis 59. Lebensjahr (GOP 06211) um zwei Punkte angehoben. Die höhere Grundpauschale gilt für alle Behandlungsfälle, auch wenn keine UV-Vernetzung mit Riboflavin erfolgt.

Die Hornhauttomografie wurde als weitere diagnostische Begleitleistung mit der GOP 06362 in den EBM aufgenommen. Sie ist je Auge einmal am Behandlungstag und höchstens zweimal im Krankheitsfall berechnungsfähig. Diese Leistung ist mit 231 Punkten (25 Euro) bewertet. Die Sachkosten für Riboflavin (Kostenpauschale GOP 40681) werden mit 86 Euro erstattet.

Darüber hinaus können Augenärzte die postoperative Behandlung abrechnen. Hierfür stehen zwei neue Abrechnungsziffern bereit: die GOP 31738 für Augenärzte, die den Eingriff selbst vorgenommen haben, und die GOP 31737, wenn Augenärzte die Nachsorge bei einem an sie überwiesenen Patienten durchführen.

Alle neu eingeführten Leistungen werden extrabudgetär und damit zu festen Preisen bezahlt. Im Zusammenhang mit der Höherbewertung der Grundpauschale wird die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung entsprechend angehoben.