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Fragen und Antworten zum NPPV-Projekt

18.09.2017 KVNO aktuell, Praxisinfos

Ist es im Rahmen von NPPV die Aufgabe des Facharztes einen Psychotherapeuten für den Patienten zu suchen?

Es trifft nicht den Kerngedanken von NPPV, dass ein Arzt oder Therapeut für den einzelnen Patienten auf die Suche nach einem geeigneten Mitbehandler geht. Vielmehr ist es die Aufgabe aller am Projekt beteiligten Fachärzte und Psychotherapeuten verbindliche Netzwerke zu bilden, miteinander zu kommunizieren und vertrauensvoll zusammenzuarbeiten. Regionale Netzwerkmanager und eine zentrale Koordinationsstelle unterstützen bei der Organisation von Netzwerktreffen, Fallkonferenzen, Qualitätszirkel etc. und bringen Netzwerkpartner zusammen.

Der Bezugsarzt/-therapeut beurteilt und steuert, ob sein Patient z.B. eine bestimmte Therapie der Regelversorgung benötigt oder ob niederschwellige NPPV-Behandlungsmodule (Gruppen, Online-Selbsthilfe etc.) indiziert sind. Die Bereitstellung entsprechender Ressourcen wird innerhalb dieser und von diesen Netzwerken organisiert.

Können Haus- und Betriebsärzte Netzwerkpartner werden oder wie werden diese in das Projekt einbezogen?

NPPV-Netzwerkpartner können nur die entsprechenden Facharztgruppen und Psychotherapeuten mit Kassensitz im Bereich der KV Nordrhein werden. Haus- und Betriebsärzte können geeignete Patienten an einen NPPV-Arzt in das System zusteuern. Der Bezugsarzt/-therapeut informiert im Rahmen seiner Koordinationsaufgabe den Hausarzt über den Behandlungsverlauf. Der Betriebsarzt sowie die Mitarbeiter des Betrieblichen Eingliederungsmanagements bleiben bei Einverständnis des Patienten ebenfalls mit dem Bezugsarzt/-therapeuten in engem Austausch. Haus- und Betriebsärzte werden zeitnah von der zentralen Koordinierungsstelle sowie von der KV Nordrhein mit Informationen zum NPPV-Projekt versorgt.

Muss eine Zuweisung in NPPV über den Haus- oder Betriebsarzt erfolgen?

Eine Zuweisung durch einen anderen Arzt ist nicht zwingend erforderlich. Der teilnehmende Facharzt/Therapeut kann geeignete Patienten einschreiben, die die Eingangskriterien erfüllen und einverstanden sind, die bereits in der Praxis in Behandlung sind oder diese neu aufsuchen.

Wie hoch ist der Zeitaufwand für die Nutzung der Software IVPnet?

Im Projekt NPPV ist es ein wichtiger Anspruch, die administrativen Aufgaben und Prozesse so schlank wie möglich zu halten, um die knappen ärztlichen und therapeutischen Ressourcen nicht weiter zu belasten. Die Bedienung der Software ist intuitiv und selbsterklärend. Die Schulung und der Support der Software erfolgt persönlich durch regionale Netzwerkmanager in den Praxen. Bei Problemen steht montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr eine Hotline zur Verfügung.