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Die Selbsthilfe und Beratungsstelle für Borderliner und Angehörige engagiert sich seit 2011 für von Borderline betroffene Menschen. Das psychiatrische Krankheitsbild wird auch als emotional instabile Persönlichkeitsstörung des Borderline-Typs, kurz Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) oder auch Borderline-Syndrom bezeichnet. Es ist von häufigen und unkontrollierbaren Stimmungsschwankungen gekennzeichnet, die zu extremer innerlicher Anspannung führen können, und mit erheblichen Belastungen im Alltag verbunden sind.

Das junge Team von Ehrenamtlern arbeitet von Düsseldorf aus. Geschäftsführerin und Leiterin der Beratungsstelle ist Katharina Klinkhammer: „Die meisten von uns sind nicht nur selbst betroffen, sondern haben auch einen fachlichen Hintergrund. Andere studieren noch oder arbeiten als Betroffene face to face. Wir möchten durch unsere Expertise das Verständnis für die Situation und das Verhalten von Betroffenen transparenter machen. Unser Ziel ist es auch, die Gesellschaft stärker für psychische Erkrankungen zu sensibilisieren und die Stigmatisierung der Betroffenen in der Öffentlichkeit zu mindern.“

Die Bandbreite der Beratungsstelle ist vielfältig. Menschen mit der Borderline-Persönlichkeitsstörung und deren Angehörige erhalten hier umfassende Informationen über Hilfsangebote. Ihnen soll langfristig eine Anlaufstelle offen stehen. Neben Gruppentreffen werden auch mögliche Therapieplätze organisiert. Es gibt eine virtuelle Selbsthilfegruppe für Angehörige genauso wie Aktivgruppen, die sich z.B. zum Schlittschuhfahren treffen.

Das Team kooperiert mit Kliniken, sozialen Trägern und niedergelassenen Psychotherapeuten. Auch themenzentrierte Seminare für Fachpersonal werden angeboten. Insbesondere Schulen stehen die Mitarbeiter mit ihrer Arbeit beratend zur Seite. So werden etwa Lehrkräfte zu Therapieformen und -inhalten beraten, um ihnen Sicherheit im Umgang mit betroffenen Schülern zu geben.