Logo der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein

Navigation

KOSA goes

Das Foto zeigt bunte Fußabdrücke
Arzt-Patienten-Seminar zu Organtransplantation

Die Selbsthilfe Organtransplantierter NRW e. V. hat im September die verschiedenen Aspekte vor und nach einer Transplantation beleuchtet. Bei dem Seminar „Organtransplantation – Was uns Transplantierte bewegt – Was ist uns wichtig“ standen insbesondere Fragen der Nachsorge und Therapietreue im Fokus, da die durchschnittliche Lebensdauer der Menschen mit einem transplantierten Organ steigt.

Zudem wurde über die Tätigkeit von Transplantationsbeauftragten informiert, die in Krankenhäusern dazu beitragen, die Verpflichtungen aus dem Transplantationsgesetz und zur Qualitätssicherung in allen Belangen der Transplantation zu erfüllen. Aufgegriffen wurde auch, inwieweit sich eine Organspende mit einer Patientenverfügung vereinbaren lässt. Für die Hirntoddiagnostik werden intensivmedizinische Maßnahmen benötigt, die Patienten oft nicht wünschen. Die Spenderorgane müssen jedoch in einem transplantationsfähigen Zustand gehalten werden. Zur Vereinbarkeit von Patientenverfügung und Organspende hat die Bundesärztekammer ein Arbeitspapier veröffentlicht:

BKK-Selbsthilfetag 2019

Der BKK-Dachverband lud im September – traditionell im Rahmen der Rehacare – zum 18. Selbsthilfetag in die Messe Düsseldorf ein. Der wichtige Branchentreff behandelte das Thema „Selbsthilfe in einer digitalen Welt – in ihr – mit ihr – durch sie“. Genau wie in der Arbeitswelt gibt es auch in der Selbsthilfelandschaft Bestrebungen, die Vorteile der Digitalisierung und neuen Medien aufzuzeigen und zu nutzen. Allerdings nicht mit dem Ziel, bestehende Strukturen zu ersetzen, sondern als Ergänzung, Erleichterung und zum Erreichen neuer Zielgruppen. Die Teilnehmer und Referenten unterstrichen die Bedeutung der Datensicherheit: Sie soll und muss bei allen technischen Entwicklungen an erster Stelle stehen.

„Lotsendienste in Geburtskliniken“

Die Zahl der Familien in belasteten Lebenslagen steigt. Um psychosoziale Belastungen rund um Schwangerschaft und Geburt frühzeitig zu erkennen, wurden in den letzten Jahren immer mehr Lotsendienste in Geburtsklinken eingerichtet. Diese sollen Familien bei Bedarf zu passgenauen Unterstützungsangeboten der Frühen Hilfen und anderer sozialer Sicherungssysteme überleiten. Erfahrungen mit der praktischen Umsetzung, Praxisbeispiele und Qualitätskriterien dieser Lotsendienste standen am 22. Oktober in Köln auf der Veranstaltung „Lotsendienste in Geburtskliniken in NRW – ein Gewinn für alle“ im Fokus. Zu der Bestandsaufnahme in NRW hatten das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) und das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) geladen. Ziel des Erfahrungsaustauschs war es, weitere Kliniken für die Arbeit der Lotsendienste zu gewinnen.

20 Jahre PatientInnen-Netzwerk NRW

Im Wissenschaftspark Gelsenkirchen wurde am 30. Oktober 2019 der 20. Geburtstag des PatientInnen-Netzwerks NRW gefeiert. Es betreibt Gesundheitspolitik aus Patientensicht und setzt sich für die Rechte und Beteiligung von Patienten im Gesundheitswesen ein, ganz nach dem Tagesmotto „Beteiligen, mitmischen, verändern“. Die ehemalige NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens legte den Fokus auf die Ökonomisierung im Gesundheitswesen und ihre Folgen für die Patienten. Zudem bot ein spielerisch gestalteter Workshop reichlich Gelegenheit zum Austauschen und Vernetzen.

KOSKON NRW-Fachveranstaltung

KOSKON ist die landesweite Selbsthilfekoordinierungsstelle in NRW und langjähriger Partner der KOSA. Am 14.11.2019 lud sie zum Fachtag „Selbsthilfe – was bewegt die Menschen?“ nach Düsseldorf-Kaiserswerth. Kernelement der Veranstaltung war eine Datenanalyse des Status quo der Selbsthilfe-Unterstützung in NRW sowie der Zukunftsperspektiven. Die befragten Selbsthilfekontaktstellen nannten als häufigste Anfragen in 2018 die Themen Depression und bipolare Störungen, psychische Erkrankungen, Angst/Panik/Phobie. Ein wissenschaftliches Fachreferat über die gesellschaftliche Bedeutung der Selbsthilfe und die Diskussion an sechs Thementischen etwa zu Pflege oder Junger Selbsthilfe rundeten die Tagung ab.

M/W/D – Depression gezielt behandeln

Gibt es genderspezifische Aspekte der Depression? Und wenn ja, wie äußern sich diese bei „männlich, weiblich, divers“? Diese Fragen bewegten rund 150 Teilnehmer bei einer Veranstaltung in Düsseldorf am 20. November 2019.

Abschied von der Gesundheitsselbsthilfe
Das Foto zeigt Rita Januschewski und Dr. med. Frank Bergmann

Das Foto zeigt Rita Januschewski und Dr. med. Frank Bergmann

Die Gesundheitsselbsthilfe NRW vertritt die Interessen von Patienten in verschiedenen Gremien auf Landesebene und ist Ansprechpartnerin für Politik, Krankenkassen und Ärzteschaft. Rita Januschewski hat das Netzwerk von über 70 Selbsthilfe-Landesverbänden über viele Jahre erfolgreich auf- und ausgebaut. Nun schied sie als Koordinatorin der Gesundheitsselbsthilfe aus dem aktiven Dienst aus. Vor zwanzig Jahren hat sie den Dialog mit der KV Nordrhein initiiert und war jahrelang Mitglied des Patientenbeirats.

Zahlreiche Fachtagungen für Ärzte, Psychotherapeuten und Selbsthilfe wurden gemeinsam konzipiert und durchgeführt, etwa die Reihe „Zur Treue gehören immer zwei“ über die Kommunikation zwischen Arzt und Patient. Heute ist die Arbeitsgemeinschaft „Gemeinschaftliche Therapieverantwortung“ der Dreh- und Angelpunkt des Austauschs zwischen der Gesundheitsselbsthilfe, dem Vorstand der KV Nordrhein und der KOSA. Der Dialog auf Augenhöhe sowie die gleichberechtigte Begegnung von erlebtem und erlerntem Wissen waren Rita Januschewski stets eine Herzensangelegenheit. Die KV Nordrhein konnte sich bei zwei Anlässen gebührlich von ihr verabschieden und herzlich für ihr unermüdliches Engagement in Sachen Selbsthilfe und die sehr gute Zusammenarbeit danken.