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Netzwerk junger "Bechtis"

Entgegen landläufiger Klischees engagieren sich auch zahlreiche junge Erwachsene in der gesundheitlichen Selbsthilfe. Die jungen Aktiven möchten ihre eigene persönliche Sicht zum Ausdruck bringen. Sie entwickeln moderne Informationsmaterialien und Internetauftritte, sie bloggen und wählen neue Formen von Vernetzung. Eine Gruppe ist das „Netzwerk junge Bechterewler“. Sie sind Teil der Selbsthilfe im DVMB, der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew e.V.

Es sind junge Menschen bis 40 Jahre, die gemeinsam die Erkrankung aus der Gruppe der Spondyloarthritis (SpA) bewältigen möchten. Die Formen sind dabei vielfältig und reichen von Augenbeteiligung, Veränderungen der Haut, chronischer Entzündung des Darmes oder einer Arthritis der großen Gelenke. Der Beginn liegt oft zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr und erfolgt schleichend, variabel oder undifferenziert.

Gemäß dem Motto „Bechterewler brauchen Bewegung“ sind die Aktivitäten ihres Netzwerkes abwechslungsreich. Neben dem persönlichen Austausch bei Stammtischen und neuen Informationen zur Krankheit stehen Volleyball, Badminton oder Bogenschießen, Stand Up Paddling, Kochen, bis hin zu Vorträgen zu Alltagsthemen auf dem Programm.

Für Christian Böhme vom Landesverband NRW bedeutet „Selbsthilfe Gemeinsamkeit und Stärke nicht trotz, sondern gerade durch die Individualität des einzelnen“. Immer vor dem Hintergrund von jungen Betroffenen für junge Betroffene wurde mit fachärztlicher Beratung ein „Aufmerksamkeitspapier“ für behandelnde Ärzte erstellt.