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Selbsthilfe meets NPPV

Ausgewählte Patientenvertreter informierten sich im Juni im Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft über das wegweisende Projekt zur neurologisch-psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung (NPPV). Dazu hatte die KOSA verschiedene Vertreter der Selbsthilfe eingeladen. Zusätzlich war ein Vertreter der Landesbehinderten- und Patientenbeauftragten des Landes NRW anwesend.

Ziel des vom Innovationsfonds geförderten Projekts der KV Nordrhein und der IVPNetworks GmbH (IVP) ist es, die Behandlung von Menschen mit psychischen oder neurologischen Erkrankungen zu verbessern. Seitens der teilnehmenden Patienten findet es eine hohe Akzeptanz, bereits mehr als 6000 Patienten haben sich dafür eingeschrieben und annähernd 400 Praxen sind derzeit daran beteiligt.

Das Bild zeigt: v.l.n.r.: Dr. Uwe Meier, 1. Vorsitzender des BDN, Stephanie Theiß, KOSA, Britta Schulze, IVP Networks, Daniel Müller, Referent der Landesbeauftragten NRW für Patienten und Menschen mit Behinderung, Christian Pabst, Vorstandsmitglied L

v.l.n.r.: Dr. Uwe Meier | Stephanie Theiß, KOSA | Britta Schulze, IVP Networks | Daniel Müller, Referent der Landesbeauftragten NRW für Patienten und Menschen mit Behinderung | Christian Pabst, Vorstandsmitglied Landesverband NRW der Angehörigen psychisch Kranker e.V. | Wiebke Schubert, Vorstandsvorsitzende Landesverband NRW der Angehörigen psychisch Kranker e.V. | Christian Heerdt, Koordinierungsstelle Demenz-Servicezentren NRW | André Beermann, Sprecher LAK Selbsthilfekontaktstellen | Dr. Sabine Schipper, Geschäftsführung DMSG-Landesverband NRW e. V. | Friedrich-Wilhelm Mehrhoff, Geschäftsführung Deutsche Parkinson Vereinigung | Silke Raumann, KOSA | Ralph Müller, Landesverband der Aphasiker NRW e.V. | Sebastian Wirtz, IVP Networks | Silke Hochheim, KVNO.

„NPPV ist ein möglicher Leuchtturm für die Regelversorgung betroffener Patientengruppen“, betonte der Neurologe und Mitinitiator des Projekts Dr. med. Uwe Meier. Wichtiger Kernpunkt des vom Innovationsfonds geförderten Projekts ist der Bezugsarzt/-therapeut, der eine Lotsenfunktion für den Patienten übernimmt und so den Zugang zu den besonderen Versorgungsangeboten ermöglicht. Im Mittelpunkt steht der Patient, der in Akutfällen von niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten berufsgruppenübergreifend und engmaschig betreut wird. Bei Gruppentreffen können Patienten Diagnose-spezifisch zusammengeführt werden. Der Fokus liegt dabei auf Erkrankungen wie z.B. Depression, Psychosen, Demenz, Multipler Sklerose oder Schlaganfall.

Besonders interessant für die Selbsthilfevertreter war vor allem die hohe Akzeptanz seitens der teilnehmenden Patienten. Diesen stehen mehr Behandlungsangebote offen. Wünschenswert ist aus ihrer Sicht, dass sich langfristig mehr als die derzeit zwei Krankenkassen am NPPV-Projekt beteiligen, um mehr Patienten Zugang zu verschaffen. Gern möchte die Selbsthilfe ihre eigenen Kompetenzen im Rahmen des Modells einfließen lassen. Im Oktober findet ein weiteres Austauschtreffen statt.