Logo der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein

Navigation

Teststreifen sind Arzneimittel – am besten separat rezeptieren

Stand: 08/2009

Harn- und Blutteststreifen zählt das Sozialgesetzbuch V (Paragraf 31) zu den Arznei- und Verbandmitteln. Sie sind so genannte Geltungsarzneimittel, werden wie diese verordnet und fallen in das Richtgrößenvolumen. Die Ausgaben für Teststreifen in Nordrhein sind ungefähr so hoch wie für die Insulintherapie. Falsch ist, Teststreifen auf einem Kassenrezept als „Hilfsmittel“ (Feld 7) zu rezeptieren.

Tipp: Verordnen Sie Teststreifen auf einem separaten Rezept. Dann erleichtern Sie dem Patienten günstige Vertriebswege wie den Versandhandel zu nutzen. Und beachten Sie den Orientierungsrahmen zur Verordnung von Blutzuckerteststreifen, den Krankenkassen und KV Nordrhein fixiert haben.

Blutzuckerteststreifen: Orientierungsrahmen

Diagnose / Therapie
Verordnungsfähigkeit von
Diabetes mellitus Typ 2
Diät und Tabletten   Urinteststreifen
    Blutzuckerteststreifen nur in Ausnahmefällen bei Folgeerkrankungen oder pathologischer Nierenschwelle; dann höchstens 50 Teststreifen pro Quartal
Insulin   Blutzuckerteststreifen, in der Regel 100 Teststreifen pro Quartal; maximal 200 Teststreifen pro Quartal
Diabetes mellitus Typ 1
generell   400 Blutzuckerteststreifen pro Quartal
ICT- und Pumpentherapie
generell   600 Blutzuckerteststreifen pro Quartal

Der Orientierungsrahmen ist Bestandteil der Richtgrößen-Vereinbarung 2009.