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Apotheker darf Rezept-Kopie nur nach Rücksprache beliefern

Stand: 02/2008

Ist auf dem Rezept nur „Duplikat“, „Kopie“ oder „Zweitschrift“ vermerkt, muss die Apotheke Rücksprache mit dem verordnenden Arzt halten. Das Ergebnis dokumentiert der Apotheker auf der Rezeptvorderseite.

Kassenrezepte mit dem Vermerk oder Stempel „Duplikat“, „Kopie“, „Zweitschrift“ weisen die Krankenkassen als nicht abrechnungsfähig zurück. Denn beliefert werden dürfen nur Originale. Apotheken, die Kopien beliefern, riskieren, dass die Kasse dies beanstandet – unter Umständen droht gar ein Verfahren wegen der Abgabe eines verschreibungspflichtigen Arzneimittels ohne ärztliche Verordnung.

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Von „Duplikaten, „Kopien“ oder „Zweitschriften“ sind Wiederholungsverordnungen zu unterscheiden, die ein Vertragsarzt ausstellt, wenn der Patient ein nicht eingelöstes Rezept verliert. In diesem Fall kann der Arzt eine so genannte Wiederholungsverordnung ausstellen, also ein Rezept mit Vermerk wie „Original vom Patienten verloren“. Das reicht, um Probleme beim Einlösen des Rezeptes in der Apotheke zu verhindern.