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Fehlen leider oft: Pflichtangaben auf Kassenrezepten

Stand: 12/2009

Fehlende oder unvollständige Angaben auf Kassenrezepten (Muster 16) bemängeln die Krankenkassen immer häufiger. Sie führen zu Regressen gegenüber den Apotheken. Dies betrifft besonders handschriftliche Ergänzungen und den fehlenden Namen des verordnenden Arztes – vor allem bei Verordnungen im Krankenhaus.

Bei Ergänzungen: Unterschrift und Datum

Handschriftliche Änderungen und Ergänzungen von Verordnungen, zum Beispiel der Bezeichnung des Arzneimittels oder der verordneten Menge, bedürfen einer erneuten Arztunterschrift mit Datumsangabe. So bestimmen es die Vordruckvereinbarung und die Arzneimittel-Lieferverträge.

Dies gilt streng genommen auch für Präzisierungen. Beispiel: Sie bedrucken ein Rezept mit „N3“ zur Angabe der Packungsgröße und ergänzen handschriftlich 100 Stück zur Präzisierung. Wenn bei dem Arzneimittel auch eine kleinere Packung als 100 Stück als „N3“ verfügbar ist, darf der Apotheker nach Ansicht einiger Krankenkassen nur diese kleinere Packung abgeben. Es sei denn, die handschriftliche Ergänzung wurde mit Datumsangabe gegengezeichnet.

In Krankenhäusern, Universitätskliniken und Notfallambulanzen fehlt der Name des verordnenden Arztes häufig im Arztstempel. Er ist dann handschriftlich und leserlich zu ergänzen, damit die Apotheke nicht regressiert werden kann oder um eine Änderung des Rezeptes bitten muss. Denn das ist für alle Beteiligten aufwendig.

(Diese Beitrag wurde am 1. Juli 2015 aktualisiert.)