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Zeigen Sie dem Patienten sein kardiovaskuläres Risiko

Stand: 11/2009

Um individuelle kardiovaskuläre Risiken zu berechnen, werden verschiedene Scores genutzt, beispielsweise der Procam-, der Framingham- oder ESC-Score. Auf der Basis von Kohortenstudien lassen sich einzelne Risikofaktoren wie Alter, Blutdruck und Lipidwerte ermitteln, deren Kombination die Berechnung des individuellen Risikos ermöglicht. Was bedeutet jedoch ein Risiko von 14 Prozent, wie ist das durchschnittliche Risiko in einer Alterklasse und wie kann das Risiko einem Patienten vermittelt werden? Hier unterstützt Sie der Arriba-Rechner.

Den Risikorechner haben die Abteilungen für Allgemeinmedizin der Universitäten Marburg und Düsseldorf entwickelt. Auf der Basis des Framingham-Scores und einzelner Risikowerte wird für Patienten das individuelle Risiko errechnet, in den kommenden zehn Jahren ein kardiovaskuläres Ereignis (Herzinfarkt oder Schlaganfall) zu erleiden. Der Arriba-Rechner stellt dieses Risiko in Balkendiagrammen, Kurvenintervallen oder mit Smileys dar und vergleicht es mit dem durchschnittlichen Risiko in der jeweiligen Altersgruppe.

In einem zweiten Schritt können Sie darstellen, welchen Einfluss einzelne Faktoren wie zum Beispiel Sport, eine lipidsenkende Therapie oder der Verzicht auf das Rauchen haben. Die großen Wirkungen von Lebenswandel-Änderungen im Vergleich zu einer lipidsenkenden Therapie sind beeindruckend und unterstützen Sie, Patienten von einer gesunden Lebensweise zu überzeugen. Einzelne Seiten und Therapieempfehlungen für Patienten können sie einfach ausdrucken.

Risikoreduktion durch Rauchverzicht

Darstellung des Risikos eines männlichen Rauchers (50 Jahre, Diabetiker, syst. Blutdruck 140 mmHg, Gesamcholesterol 140 mg/dl, HDL Cholesterol 35 mg/dl) und die Risikoreduktion durch Rauchverzicht.