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Ärzte und Apotheker stärken Therapietreue der Patienten: 20 Millionen Grüne Rezepte

Stand: 03/2011

Seit Anfang 2004 kooperieren die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein und der Apothekerverband Nordrhein bei der Bereitstellung von „Grünen Rezepten“ an die Praxen. Rund 2,5 Millionen dieser Rezepte jährlich stellen die niedergelassenen Ärzte in Nordrhein aus; Ende 2011 summiert sich dies auf 20 Millionen Rezepte.

Auf den Grünen Rezepten verordnen die niedergelassenen Ärzte seit 2004 nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel. Diese Präparate dürfen die gesetzlichen Kassen bei Erwachsenen nur noch in Ausnahmefällen bezahlen.

„Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel sind wichtiger Bestandteil einer wirksamen Therapie“, sagt Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein. Im Zuge der Kooperation mit der KV Nordrhein sei es über die Jahre hinweg gelungen, das Bewusstsein der Patienten dafür zu schärfen und mehr Ärzte zum Einsatz des Grünen Rezepts zu motivieren, so Preis.

Eine Vielzahl Arzneien müssen Versicherte also selbst bezahlen: von der entzündungshemmenden Salbe bis zum pflanzlichen Präparat gegen Schwindel und Gedächtnisprobleme. Fast alle pflanzlichen Mittel sind von dieser Vorgabe betroffen. Dabei zeichnen sich diese Präparate in der Regel durch gute Verträglichkeit aus.

Ein Grünes Rezept dient vor allem zwei Zielen:

  • Es informiert den Patienten, dass die Anwendung des so verordneten Medikamentes zwar medizinisch sinnvoll ist, die Kosten jedoch nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden.
  • Es dient als Merkhilfe für den Patienten bezüglich Name, Wirkstoff- und Packungsgröße.

Die Patienten müssen die Kosten für das Produkt selber tragen. „Häufig sind die Präparate jedoch günstiger als eine Zuzahlung von fünf bis zehn Euro bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln“, erläutert Dr. Peter Potthoff, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.

Ein weiterer Vorteil des Grünen Rezepts: Sollten Patienten ihre persönliche Belastungsgrenze überschritten haben, können sie das Grüne Rezept bei der Einkommenssteuererklärung als Quittung einreichen und somit eine außergewöhnliche Belastung nachweisen.

Arztpraxen im Rheinland erhalten die Grünen Rezepte kostenlos vom Formularversand der KV Nordrhein.

Das Grüne Rezept entwickelt haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung, der Deutsche Apothekerverband, der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller und der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie. Die Gestaltung des Rezeptes orientiert sich an dem Rezeptvordruck (Muster 16), das den Versicherten bekannt ist – mit einem wesentlichen Unterschied: Es ist grün.

Gemeinsame Pressemitteilung

Ansprechpartner
KV Nordrhein
Ruth Bahners (Pressesprecherin)
Tersteegenstraße 9
40474 Düsseldorf
Telefon 0211 5970-8077/8280
Telefax 0211 5970-8100
E-Mail

Apothekerverband Nordrhein e.V.
Dr. Peter Szynka
Tersteegenstraße 12
40474 Düsseldorf
Tel.: 0211 439 17 - 26
Fax: 0211 436 15 26
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