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Parenterale Ernährung einfach und effektiv verordnen - und vor Regressen geschützt bleiben

Düsseldorf, 11.8.2010 – Der Markt für parenterale Ernährung ist unübersichtlich. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein und der BKK-Landesverband NORDWEST bieten gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Häusliche Krankenpflege, die ihre Geschäftsstelle beim Landesverband hat, Ärzten die Möglichkeit, parenterale Ernährung über das Portal CareSolution auszuwählen.

Ärzte können zum Beispiel nach Kriterien, wie Alter, Gewicht und Nährstoffbedarf, die passenden Fertigarzneimittel bestimmen. Das von der CARENOBLE Gesellschaft für Gesundheitsökonomie entwickelte Portal CareSolution bietet zudem herstellerunabhängige Preisvergleiche, sodass das wirtschaftlichste Präparat leicht auszuwählen ist.

CareSolution funktioniert so ähnlich wie bekannte Preisportale für Reisen oder Autos. In ersten Tests sanken die Therapiekosten je Patient von jährlich 7.976 auf 5.312 Euro. Mithilfe dieses Systems können die Ärzte in Nordrhein mit einigen Klicks die beste Variante für ihre Patienten finden, die zugleich auch die wirtschaftlichste ist. „Über das Portal werden unsere Patienten bundesweit optimal versorgt“, sagt Petra Wensing-Schmitz vom BKK-Landesverband NORDWEST. Ärzte erreichen das System jederzeit über eine passwortgeschützte Verbindung.

Durch die Verordnung mit CareSolution werden die Ärzte vor Regressen geschützt und das Budget entlastet. „Wir freuen uns, den Kolleginnen und Kollegen ein Instrument an die Hand geben zu können, das das Verordnen vereinfacht und vor Regressansprüchen der Kassen schützt“, sagt Dr. Peter Potthoff, Vorstand der KV Nordrhein.

Das Versorgungsmanagement-System unterstützt Praxen zudem in komplexen Situationen. Es hilft, Infusionspläne zu erstellen, Arztbriefe zu verfassen und Rezepte auszustellen. Kurzum: CareSolution stellt die gesamte Ablauforganisation bereit: einfach, effektiv und transparent.

Stichwort: Parenterale Ernährung

Künstliche Ernährung über Infusionen, wie sie bei Schwerstkranken, meistens Krebspatienten, in der ambulanten Versorgung eingesetzt wird. Die Infusionen haben oft komplizierte Zusammensetzungen und müssen genauestens auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt sein. Auf dem Markt sind zurzeit etwa 400 Produkte, aus denen sich Millionen Kombinationsmöglichkeiten ergeben – dabei sind die Preisunterschiede enorm. Die Zahl der Patienten, die parenterale Ernährung erhalten, ist mit 4.000 im Rheinland relativ klein. Die Kosten für ihre Versorgung sind dagegen hoch: bis zu 300 Euro pro Tag bei einer durchschnittlichen Versorgungsdauer von 39 Tagen.