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Beachten Sie die Verordnungsfähigkeit von Antihistaminika

Stand: 03/2009

Mit den saisonalen Allergien steigt auch wieder die Nachfrage der Patienten nach geeigneten Arzneimitteln, vor allem Antihistaminika. Die Verordnung nicht verschreibungspflichtiger Antihistaminika zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung ist seit 2004 nicht mehr möglich. Wir empfehlen, die Präparate auf einem grünen Rezept zu verordnen.

Ausnahmen bestehen für Kinder und für Jugendliche mit Entwicklungsstörungen. Ferner können nicht verschreibungspflichtige Antihistaminika zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnet werden

  • in Notfallsets zur Behandlung bei Bienen-, Wespen-, Hornissengift-Allergien,
  • zur Behandlung schwerer, rezidivierender Urticarien
  • bei schwerwiegendem, anhaltendem Pruritus
  • zur Behandlung bei schwerwiegender allergischer Rhinitis, bei der eine topische nasale Behandlung mit Glukokortikoiden nicht ausreichend ist.

Verschreibungspflichtige Antihistaminika sollten Sie in der Regel aus wirtschaftlichen Gründen nicht verordnen. Die Arzneimittelrichtlinien legen fest, dass Ärzte primär nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel aufschreiben, die die Versicherten selbst zahlen müssen. Voraussetzung: Die nicht verschreibungspflichtigen Mittel sind zur Behandlung medizinisch notwendig, zweckmäßig und ausreichend.