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Bei Arzneimittel-Verordnungen richtig kodieren

Für die Verordnung von Arzneimitteln zulasten der GKV müssen die Präparate für die Behandlung der jeweiligen Erkrankung zugelassen sein. Dabei sollte die passende Indikation auf dem Abrechnungsschein kodiert werden. Krankenkassen haben sonst die Möglichkeit, Regressanträge wegen Arzneimittel-Verordnungen außerhalb der Zulassung (Off-Label) zu stellen, wenn die Verordnungen nicht zu den übermittelten Diagnosen passen.

Beispielsweise ist niedrig dosiertes Dabigatran (Pradaxa, 75 mg) nur zur Primärprävention von venösen thromboembolischen Ereignissen bei erwachsenen Patienten nach elektivem chirurgischen Hüft- oder Kniegelenksersatz zugelassen. Verordnungen dieser Wirkstoffstärke zur Schlaganfallprophylaxe beim nicht valvulären Vorhofflimmern führten zu Anträgen einzelner Krankenkassen.

Eine Betriebskrankenkasse hat angekündigt, Anträge wegen einer Anwendung außerhalb der Zulassung für Lyrica zu stellen, wenn bei den Patienten die Indikationen Epilepsie, neuropathische Schmerzen oder generalisierte Angststörungen nicht kodiert sind. Bei entsprechenden Anträgen müssten die Praxen nachweisen, dass sie die Arzneimittel innerhalb der Zulassung zum Zeitpunkt der Verordnung eingesetzt haben.

HON