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Medikationsplan: Fragen und Antworten

Stand: 11/2016

Rund um den Start des bundeseinheitlichen Medikationsplans sind bei den Serviceteams der KV Nordrhein viele Fragen eingegangen. Wir haben die häufigsten mit den Antworten hier für Sie zusammengestellt.

Wer muss den Medikationsplan ausstellen?
Den Medikationsplan erstellt in der Regel der Hausarzt, dieser ist dazu verpflichtet. Haben Patienten keinen Hausarzt, ist der behandelnde Facharzt in der Pflicht. Dann erstellt der Facharzt den Medikationsplan, der die überwiegende Koordination der Arzneimitteltherapie des Patienten übernimmt.

Wer muss den Medikationsplan aktualisieren?
Der Arzt, der den Medikationsplan erstellt hat, ist ebenfalls zur Aktualisierung verpflichtet. Aber auch andere Ärzte des Patienten sowie Ärzte in Krankenhäusern können den Plan aktualisieren. Auf Wunsch des Patienten müssen auch Apotheker den Plan aktualisieren.

Muss ab sofort der bundeseinheitliche Medikationsplan verwendet werden?
Nein, bis zum 31. März 2017 können andere Medikationspläne ausgestellt werden, die den Vorgaben entsprechen. Diese können mit der Praxissoftware erstellt werden. Ab 1. April 2017 müssen Praxen den bundeseinheitlichen Medikationsplan verwenden.

In welcher Form erhält der Patient den Medikationsplan?
Der Medikationsplan wird dem Patienten in Papierform ausgehändigt. Ergänzend kann
er auch in elektronischer Form zur Verfü­gung gestellt werden, zum Beispiel zur Anzeige
und Nutzung im Rahmen von Softwarelö­sungen zur Unterstützung sehbehinderter Patienten.

Müssen auch Fachärzte, die weder die GOP 01630 abrechnen können, noch einen Zuschlag von der KV erhalten, einen Medikationsplan erstellen und aktualisieren?
Ja, der Gesetzgeber hat alle an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte dazu verpflichtet.