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Ketotifen-Tropfen nicht verschreibungspflichtig

Augentropfen mit dem Antihistaminikum Ketotifen unterliegen nicht mehr der Verschreibungspflicht. Dies resultiert aus einer Veränderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung. Diese und andere antiallergische Augentropfen, die nicht verschreibungspflichtig sind, können beispielsweise auf einem grünen Rezept verordnet werden. Sie müssen von den Patienten selbst bezahlt werden.

Ketotifen Augentropfen bis zu einer Konzen­tration von 0,025 % (Allergovision, Ketotifen-Stulln, Zaditen ophtha), Azelastin-Augentropfen (zum Beispiel Allergodil, Generika) und Levocabastin-Augentropfen (Livocab) sollten zur Behandlung der allergischen Konjunktivitis bevorzugt eingesetzt werden. Erst wenn die nichtverschreibungspflichtigen Antihistaminika nicht ausreichen, können verschreibungspflichtige Präparate zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung auf einem Kassenrezept verordnet werden.

Für Kinder bis einschließlich zwölf Jahre und für Jugendliche mit Entwicklungsstörungen bis einschließlich 18 Jahre können auch nicht­verschreibungspflichtige Antihistaminika auf einem Kassenrezept verordnet werden.

HON