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Keine "traditionellen" Arzneien auf Kassenrezept

Arzneimittel, die "traditionell" angewendet werden, sind von der Verordnung auf einem Kassenrezept ausgeschlossen. Der Gemein­same Bundesaussschuss hat die Arzneimittel-Richtlinie in Anlage III entsprechend kon­kretisiert. Die Regelung gilt auch für Kinder und betrifft Arzneimittel, die angewendet werden:

  • zur Stärkung oder Kräftigung
  • zur Besserung des Befindens
  • zur Unterstützung der Organfunktion
  • zur Vorbeugung
  • als mild wirksames Laxans

In der Regel waren diese Arzneimittel schon vor 1978 freiverkäuflich verfügbar und haben kein Zulassungsverfahren für Arzneimittel durchlaufen.

Bisher galt die Einschränkung nur für Arzneimittel, die nach § 109a Arzneimittelgesetz (AMG) registriert waren. Nun können auch pflanzliche Arzneimittel, die nach § 39a AMG in den Verkehr gebracht werden, nicht mehr auf einem Kassenrezept verordnet werden. Ein Beispiel sind Imupret-Tropfen oder -Dragees. Für Arzneimittel, die traditionell angewendet werden, findet sich ein entsprechender Hinweis in der Fachinformation unter "Anwendungsgebiete".

HON