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25 Millionen Grüne Rezepte ausgestellt

Bis zu 2,5 Millionen so genannter „Grüner Rezepte“ für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel stellen die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Nordrhein jährlich aus – in den vergangenen zehn Jahren rund 25 Millionen. Seit Anfang 2004 kooperieren die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein und der Apothekerverband Nordrhein bei der Bereitstellung von „Grünen Rezepten“ an die Praxen.

„Das Grüne Rezept ist ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Therapietreue der Patienten“, sagt Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein. „Im Zuge der Kooperation mit der KV Nordrhein ist es über viele Jahre hinweg gelungen, das Bewusstsein der Patienten dafür zu schärfen und den Ärzten zu ermöglichen, Grüne Rezepte auszustellen“, so Preis weiter.

„Auch nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel können ein wichtiger Bestandteil von Therapien sein“, sagt Dr. med. Peter Potthoff, Vorsitzender der KV Nordrhein. Daher soll die Kooperation zum Grünen Rezept zwischen dem Apothekerverband Nordrhein und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein auch in Zukunft fortgesetzt werden.

Das Bild zeigt Dr. med. Peter Potthoff, Vorstand der KV Nordrhein und Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein mit einem Grünen Rezept.

Wollen die bewährte Kooperation bei den grünen Rezepten fortsetzen: Dr. med. Peter Potthoff (l.), Vorsitzender der KV Nordrhein, und Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbands Nordhein.

Kosten für Medikamente wieder erstatten

Die Patienten müssen die Kosten für die Arzneimittel auf einem Grünen Rezept selber tragen – häufig sind die Präparate jedoch günstiger als eine Zuzahlung von fünf bis zehn Euro bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Allerdings können sich viele Patienten, insbesondere ältere, chronisch kranke Menschen, selbst zu zahlende, für Ärzte nicht verordnungsfähige Arzneimittel nicht leisten. Daher unterstützten der Apothekerverband Nordrhein und die KV Nordrhein die Forderung von Landesgesundheitsgesundheitsministerin Barbara Steffens, die Kosten für rezeptfreie Arzneimittel wieder zu erstatten.

Ein Grünes Rezept

  • orientiert sich in der Gestaltung an dem bekannten Rezeptvordruck (Muster 16), das den Versicherten bekannt ist – wesentlicher Unterschied: Es ist grün und die Kosten für die Arzneimittel werden nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen
  • informiert den Patienten, dass die Anwendung des so verordneten Medikamentes medizinisch sinnvoll ist und stärkt somit die Therapietreue
  • dient als Kommunikationsmittel für Arzt, Patient und Apotheker bezüglich Name, Wirkstoff und Packungsgröße
  • kann bei der Einkommenssteuererklärung als Quittung eingereicht werden, wenn Patienten ihre persönliche Belastungsgrenze überschritten haben sollten.

Im Rahmen des Gesundheitsmonitors des Bundesverbands der Arzneimittel-Hersteller (BAH) im September, einer repräsentativen Befragung von 1000 Bürgern im Mai und Juni 2014, gab über die Hälfte an, das Grüne Rezept zu kennen und fast die Hälfte hat auch selbst bereits eines erhalten. Neun von zehn Befragten lösten es daraufhin in einer Apotheke vor Ort ein – die Bestellmöglichkeit über den Internetversandhandel nutzen hingegen nur sehr wenige.

Gemeinsame Pressemitteilung

Pressekontakt

Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Dr. Heiko Schmitz
Telefon: (02 11) 59 70-85 05

Apothekerverband Nordrhein e. V.
Dr. Peter Szynka
Telefon: (02 11) 43 917-26