Logo der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein

Navigation

Kassen stellen Anträge auf „Sonstigen Schaden“

Einzelne Krankenkassen, darunter die IKK classic, stellen aktuell Anträge wegen Verstoßes gegen die Arzneimittel-Richtlinie und wegen der Verordnung fiktiv zugelassener Arzneimittel. Die KV Nordrhein hatte bereits mehrfach über Anträge einzelner Kassen informiert. Die aktuellen Anträge wurden für das 4. Quartal 2012 gestellt und betreffen:

  • Hustenmittel: fixe Kombinationen von Antitussiva oder Expektorantien oder Mukolytika untereinander oder mit anderen Wirkstoffen. Hierunter fallen auch Kombinationen von Ambroxol plus Doxycyclin (zum Beispiel Ambrodoxy, Doxan, Sigamuc)
  • Analgetika in fixer Kombination mit nicht analgetischen Wirkstoffen (zum Beispiel Arthotec, Azur Compositum)
  • Antihypotonika, zum Beispiel Gutron (Midronin) oder dihydroergotaminhaltige Arzneimittel
  • Pioglitazon (Actos, Competact)

  • Durchblutungsfördernde Mittel wie Pentoxifyllin-Präparate (zum Beispiel Trental, Durapental, Generika)
  • Hämorrhoidenmittel in fixer Kombination mit anderen Wirkstoffen zur lokalen Anwendung (zum Beispiel Doloproct)
  • Immunstimulantien (zum Beispiel Bronchovaxom, Urovaxom, Luivac)
  • Migränemittel-Kombinationen (zum Beispiel Migraeflux MCP, Migraenerton, Migralave + MCP)
  • Reboxetin (zum Beispiel Edronax, Solvex)
  • Rheumamittel zur externen Anwendung und Externa bei traumatisch bedingten Schwellungen, Ödemen und stumpfen Traumata (zum Beispiel Diclac Schmerzgel, Indomet Ratiopharm Gel, Voltaren Emulgel)
  • Fiktiv zugelassene Arzneimittel wie beispielsweise Aureomycin, Diamox, Gynodian Depot (mittlerweile außer Handel), Inimur, Myoson direkt, Presomen 28/0,3, Tepilta

Die Verordnungsausschlüsse nach Anlage III der Arzneimittel-Richtlinie und der Ausschluss fiktiv zugelassener Arzneimittel gelten auch für den Bezug von Sprechstundenbedarf.

hon