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Abgabe unterschiedlicher Packungsgrößen

Stand: 11/2013

Bei kleinen Packungen, beispielsweise für Antibiotika, kann der Austausch von Generika und Rabattarzneimitteln in der Apotheke zu Irritationen führen. Die Normgrößen N1, N2 und N3 hat der Gesetzgeber 2011 den Reichweiten der Arzneimittel von der Akut- bis zur Dauerversorgung angepasst. Hiermit reagierte der Gesetzgeber auf die bis dato gängige Praxis pharmazeutischer Unternehmer mit 98er Packungen den Austausch gegen eine 100er Packung zu verhindern.

Bei kleinen Packungen ist die Regelung manchmal problematisch. Für das Antibiotikum Cefixim beispielsweise ist die Messzahl für die kleinste Normgröße (N1) sechs Stück, der Austauschbereich liegt zwischen fünf und sieben Stück. Das heiß, alle Packungen mit fünf, sechs oder sieben Tabletten werden als N1 bezeichnet. Je nach Rabattvertrag kann es passieren, dass sieben Stück verordnet, aber nur fünf abgegeben werden – oder umgekehrt. In der Regel wird sich die Apotheke (beim Patienten) erkundigen, über wie viele Tage therapiert werden soll. Den Austausch können Sie nur verhindern, wenn Sie nach Stückzahl und mit Aut-idem-Kreuz verordnen.

Was bei kleinen Packungen passieren kann, zeigen wir am Beispiel der Verordnung einer kleinen Packung Cefixim 400mg-Tabletten:

  • Der Arzt verordnet Cefixim 400 Tabletten N1, N1 plus Stückzahl oder nur nach Stückzahl und lässt den Austausch zu (kein Aut-idem-Kreuz gesetzt). Die Apotheke kann je nach Rabattvertrag Packungen mit fünf, sechs oder sieben Tabletten abgeben.
  • Der Arzt verordnet Cefixim 400 Tabletten N1 eines bestimmten Herstellers und lässt den Austausch nicht zu (Aut-idem-Kreuz gesetzt). Die Apotheke kann eine Packung mit fünf, sechs oder sieben Tabletten abgeben, wenn der Hersteller mehrere Packungsgrößen anbietet.
  • Der Arzt verordnet Cefixim 400 nach Stückzahl und lässt den Austausch nicht zu (Aut-idem-Kreuz gesetzt). Die Apotheke kann nur die verordnete Stückzahl abgeben.