Logo der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein

Navigation

Glitazone ab 1. April nicht mehr auf Kassenrezept

Stand: 12/2010

Pioglitazon (Actos) und seine Kombinationen können ab 1. April 2011 nicht mehr zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnet werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte bereits im Juni beschlossen, dass Glitazone wegen ihrer Nebenwirkungen (zum Beispiel Herzinsuffizienz oder Knochenbrüche) nicht verordnet werden dürfen.

Den Beschluss hatte das Bundesgesundheitsministerium zunächst beanstandet, er tritt nun aber doch in Kraft. Der Verordnungsausschuss betrifft nur noch Pioglitazon. Pioglitatzon kann somit nur noch bis Ende März 2011 zu Lasten der Krankenkassen verordnet werden.

Bereits am 1. November wurde Rosiglitazon (Avandia) vom Markt genommen. Das hatte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) angeordnet und damit eine Empfehlung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) umgesetzt.

Eine weiterer Verordnungsausschluss betrifft das Antidepressivum Reboxetin (Edronax und Solvex). Den Beschluss des G-BA hat das Bundesgesundheitsministerium nicht beanstandet. Er tritt voraussichtlich am 1. April 2011 in Kraft.