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DMP: Vergütungen verändert

Mit den Krankenkassen wurden Änderungen an den Vergütungen der Disease-Management-Programme (DMP) vereinbart. Diese gelten ab 1. Juli 2014.

Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2: Die Betreuungspauschalen 90310, 90310A und 90321 sinken um jeweils zwei Euro. Die in den Leistungsinhalten genannten Laborleistungen sind nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) abrechnungsfähig. Mitglieder von Laborgemeinschaften beauftragen ihre Laborgemeinschaft per Überweisung nach Muster 10a. Vertragsärzte, die keiner Laborgemeinschaft angehören, können die Laborleistung per Überweisung nach Muster 10 an einen Laborarzt in Auftrag geben. Werden Laborleistungen in der Praxis des Vertragsarztes erbracht, sind diese Laborleistungen durch den Vertragsarzt selbst abrechnungsfähig

Bei Patienten, die an einem Hausarztvertrag, der nicht über die KV Nordrhein abgerechnet wird, teilnehmen, können die in den DMP-Betreuungspauschalen genannten Laborleistungen einmal per Überweisung nach Muster 10a bzw. 10 in Auftrag gegeben werden. Bei diesen Hausarztverträgen handelt es sich um Vollversorgungsverträge, bei denen weitere Laborleistungen in den dortigen Vergütungspauschalen enthalten sind. Die Abrechnung dieser Patienten über die KV Nordrhein erfolgt somit ausschließlich mit der zutreffenden Betreuungspauschale und mit der Symbolnummer 88192 (Kennziffer Selektivvertrag).

Die Kennzeichnung dieser Behandlungsfälle für die Abrechnung der DMP-Betreuungspauschalen (SNR 90321 oder 90310 bzw. 90310A) gegenüber der KV Nordrhein erfolgt mit der Symbolnummer 88192 (Kennziffer Selektivvertrag). Durch die Kennzeichnung mit der Symbolnummer wird sichergestellt, dass bei der Ermittlung des Laborbudgets eine Berücksichtigung erfolgt.

Teilnahme von Patienten an mehreren DMP: Bei Patienten, die zeitgleich an mehreren DMP teilnehmen und vom selben koordinierenden Arzt betreut werden, sinkt die Vergütung der zweiten und jeder weiteren Folgedokumentation pro Quartal künftig auf fünf Euro.

Angabe einer gesicherten Diagnose für die Einschreibung des Patienten: Patienten in allen DMP können nur dann rechtsgültig eingeschrieben werden, wenn eine gesicherte Diagnose vorliegt. Die KV Nordrhein wird eine Positivliste als Orientierung für einschreibungsrelevante ICD-10-Diagnosen veröffentlichen.