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Bedarfsplanung

Bedarfsplan zur Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung in Nordrhein gemäß § 99 Abs. 1 SGB V

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein hat im Einvernehmen mit den nordrheinischen Krankenkassenverbänden eine Anpassung des Bedarfsplans vorgenommen.

Die Vereinbarung über eine gemeinsame Bedarfsplanung für die Arztgruppen der Humangenetiker, Laborärzte, Pathologen und Transfusionsmediziner für den Planungsbereich Nordrhein-Westfalen mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe sowie den nordrhein-westfälischen Krankenkassen beziehungsweise Krankenkassenverbänden wurde von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein gekündigt. Daher wurde die entsprechende Textpassage über die gemeinsame Bedarfsplanung im Bedarfsplan entfernt.

Mit dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses vom 15. Februar 2018, der am 12. Mai 2018 in Kraft getreten ist, wurden die Verhältniszahlen für die Arztgruppen der gesonderten fachärztlichen Versorgung um 10 Prozent verringert. Die daraus resultierende Erhöhung der Anzahl der Soll-Sitze dieser Arztgruppen um 10 Prozent, hat zu neuen Niederlassungsmöglichkeiten in Nordrhein-Westfalen geführt.

Aufgrund der Tatsache, dass die unbesetzten Vertragsarztsitze der gemeinsam geplanten Arztgruppen allein auf dem Gebiet der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe liegen, wäre mit der Änderung der Verhältniszahlen zu erwarten gewesen, dass sich die ohnehin unverhältnismäßige Verteilung der betreffenden Fachärzte verschärft, in dem sich der überwiegende Teil der Neuzulassungen auf den nordrheinischen Bereich erstreckt.

Somit war es Ziel der Kündigung, der Gefahr einer Verstärkung des aktuell bestehenden Versorgungsungleichgewichts für diese vier Arztgruppen zwischen Nordrhein und Westfalen-Lippe vorzubeugen und einer Verschlechterung des gesetzlichen Sicherstellungsauftrags im Sinne des Paragrafen 70 SGB V in Form einer ungleichmäßigen, unzweckmäßigen und unwirtschaftlichen Versorgung der Versicherten vorzubeugen. Im Ergebnis werden die Arztgruppen der Humangenetiker, Laborärzte, Pathologen und Transfusionsmediziner für den Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein nun wieder auf der Ebene des Planungsbereichs Nordrhein geplant.

Im Rahmen der Beschlussfassung des Landesausschusses vom 7. Juni 2018 wurde der oben genannten Kündigung bereits Rechnung getragen. Der Beschluss über die Sperrung des Planungsbereichs Nordrhein für die Arztgruppen der Humangenetiker, Laborärzte, Pathologen und Transfusionsmediziner trat mit der entsprechenden Mitteilung an die Zulassungsausschüsse zum 28. Juni 2018 in Kraft.

Das Landesgesundheitsministerium hat den angepassten Bedarfsplan gemäß Paragraf 99 Abs. 1 Satz 5 SGB V geprüft und nicht beanstandet. Den vollständigen Bedarfsplan in der aktuellen Fassung stellen wir Ihnen samt Anlagen mit den nachfolgenden PDF-Dateien zur Verfügung.

Offene und gesperrte Planungsbereiche, Stand Juni 2019

Die Frist zur Einreichung eines Zulassungsantrags auf frei gewordene Vertragsarztsitze beträgt in der Regel sechs Wochen und ist im Einzelfall der Veröffentlichung des Aufhebungsbeschlusses des Landesausschusses der Ärzte und Krankenkassen in den Amtliche Bekanntmachungen der KV Nordrhein verbindlich zu entnehmen.

Nähere Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Aufhebungsbeschluss.

Hausärztliche Versorgung

Allgemeine fachärztliche Versorgung

Spezialisierte fachärztliche Versorgung

Gesonderte fachärztliche Versorgung

Interessierte können beim zuständigen Zulassungsausschuss erfragen, ob die zum angegebenen Stichtag als frei ausgewiesenen Vertragsarztsitze noch unbesetzt sind.

Prognosen aufgrund von Änderungen in der Bedarfsplanungs-Richtlinie, Stand Juli 2019

Zum 30. Juni 2019 ist eine umfassende Änderung der Bedarfsplanungs-Richtlinie in Kraft getreten. Der Landesausschuss hat sechs Monate Zeit, diese Änderungen in seinen Beschlüssen über freie und gesperrte Planungsbereiche umzusetzen. Die entsprechende Beschlussfassung ist für Ende November 2019 vorgesehen.

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die allgemeinen Verhältniszahlen für einige Arztgruppen gesenkt sowie mehrere neue Mindest- und Maximalquoten eingeführt. Ob und gegebenenfalls  wo in Nordrhein hierdurch zusätzliche Niederlassungsmöglichkeiten entstehen könnten, entnehmen Sie bitte unseren nachstehenden Prognosen. Sofern die für Sie interessante Arztgruppe nicht aufgeführt ist, ist die KV Nordrhein noch damit befasst, eine Prognose zu erstellen.

Die angegebene Zahl der möglicherweise zusätzlich frei werdenden Sitze ist unverbindlich. Die Beschlüsse des Landesausschusses werden auf der Grundlage aktuellerer Arzt- und Einwohnerdaten erfolgen, als sie den derzeitigen Prognosen zugrunde liegen. Nach der Nichtbeanstandung der Beschlüsse des Landesausschusses – vermutlich zum Jahreswechsel 2019/2020 – wird die Bewerbungsfrist auf freie Sitze in den amtlichen Bekanntmachungen der KV Nordrhein veröffentlicht. Die Bewerbungsfrist wird voraussichtlich sechs Wochen nach Bekanntmachung betragen.