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Häusliche Versorgung chronischer Wunden

20.03.2020

Ärzte können ab sofort die Versorgung chronischer und schwer heilender Wunden in der häuslichen Krankenpflege verordnen. Die Änderung der Richtlinie zur häuslichen Krankenpflege ist bereits im Dezember 2019 in Kraft getreten.

Wegen der geänderten Richtlinie muss das Formular 12 angepasst werden. Das wird voraussichtlich zum 1. Oktober 2020 passieren. Bis dahin erfolgt die Verordnung der Wundversorgung auf dem derzeit gültigen Formular 12, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme der Freitextfelder.

In das Verzeichnis der Leistungen, die Praxen im Rahmen der häuslichen Krankenpflege verordnen dürfen, wurde zwei Punkte neu aufgenommen: die Versorgung akuter Wunden als Nummer 31 und die Versorgung chronischer und schwer heilender Wunden als Nummer 31a. Außerdem wurde die Nummer 12 so gefasst, dass sie künftig Positionswechsel zur Dekubitusbehandlung beinhaltet, die bereits ab Dekubitus Grad 1 verordnet werden können. Die Regelungen zur Kompressionstherapie und zur Versorgung mit stützenden und stabilisierenden Verbänden haben nun separate Nummern: 31b und 31c.