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Zusätzliche Grippeimpfung

19.09.2019

Influenza-Impfungen dürfen Praxen bei bestimmten Indikationen zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnen: bei über 60-jährigen Versicherten, bei allen Schwangeren ab dem 2. Trimenon und bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens ab dem 1. Trimenon sowie bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens. So ist es in der Schutzimpfungs-Richtlinie geregelt. Der Impfstoff wird in diesen Fällen über den Sprechstundenbedarf bezogen.

Neun Krankenkassen ermöglichen die Grippeimpfung als sogenannte Satzungsimpfung, also auch außerhalb der genannten Indikationen. In diesen Fällen wird der Grippeimpfstoff auf den Namen des Versicherten verordnet und die Impfung mit einer Sonderziffer abgerechnet.

Im Zeitraum vom 1. Oktober 2019 bis 31. März 2020 können auch Versicherte (unter 60 Jahre) gegen Influenza außerhalb der in der Schutzimpfungsrichtlinie genannten Indikationen geimpft werden. Das bieten folgende Kassen an:

  • Barmer
  • BIG direkt gesund
  • pronova BKK
  • actimonda Krankenkasse
  • Viactiv Krankenkasse
  • Techniker Krankenkasse
  • KKH
  • BKK24
  • AOK Rheinland/Hamburg (nur Versicherte bis 18 Jahre)

Die Influenza-Impfung rechnen Praxen als Satzungsleistung mit der Symbolnummer 89112T gegenüber der KV Nordrhein ab. Die Verordnung des Impfstoffes erfolgt auf den Namen des Patienten (Muster 16) und es ist ein entsprechender Grippeimpfstoff der Saison 2019/2020 (nicht nasal) anzuwenden. Eine Verordnung des Impfstoffes auf einem Privatrezept und Privatliquidation der Impfung ist in diesen Fällen nicht möglich. Zuzahlungen für Patienten fallen nicht an.

Vergütet wird die Influenza-Impfung mit der Pauschale der Einfach-Impfungen in Höhe von 7,83 Euro je Versicherten. Die Finanzierung erfolgt extrabudgetär.

HON/ANT