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Informationen über die Änderung bei der eGK

Elektronische Gesundheitskarten (eGK) der ersten Generation (G1) verlieren am 1. Januar 2019 ihre Gültigkeit und werden in den Arztpraxen nicht mehr akzeptiert. Darauf weisen die gesetzlichen Krankenkassen im Rheinland und die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein hin. Gesetzlich Krankenversicherte sollten deshalb vor einem Arztbesuch rechtzeitig prüfen, ob sie die aktuelle Karte der zweiten Generation benutzen. Der Großteil der Versicherten hat die neue Karte bereits per Post erhalten, bis Jahresende werden in jedem Fall alle Versicherten damit ausgestattet sein.

Die neue Version der Gesundheitskarte lässt sich an dem Aufdruck G2 oder G2.1 oben rechts auf der Karte erkennen. Gültig ist nur die zuletzt von der Krankenkasse zugesandte Versichertenkarte. Alte Karten werden automatisch elektronisch gesperrt. Versicherte, die ihre neue Gesundheitskarte nicht mehr finden, können sich an ihre Krankenkasse wenden.

Die eGK mit dem Zusatz G1 ist unlesbar, weist aber ein Gültigkeitsdatum auf. Wie rechne ich in diesem Falle ab?

Lehnt das Praxisverwaltungssystem (PVS) die Karte ab, fragen Sie den Patienten zunächst, ob er von seiner Krankenkasse eine neue Karte erhalten hat, und nutzen diese. Kann der Patient keine neue Karte vorlegen, wenden Sie zurzeit das Ersatzverfahren an. Dazu pflegen Sie die Daten des Versicherten (Name, Vorname, Geburtsdatum, Krankenkasse, Versichertenart, Postleitzahl und nach Möglichkeit auch die Krankenversichertennummer) manuell in das PVS ein oder übernehmen die Daten aus dem Patientenstamm. Anschließend bestätigt der Patient auf dem Abrechnungsschein (Muster 5), dass er bei der genannten Krankenkasse versichert ist.

Sollte er bis Ende des Quartals keine neue Karte vorlegen, können die Leistungen nach Angaben des GKV-Spitzenverbandes zum jetzigen Zeitpunkt trotzdem mittels Ersatzverfahren abgerechnet werden. Dies gilt nicht, wenn die vorgelegte Karte keine Gültigkeit mehr aufweist. In diesem Fall muss die Praxis dann die Behandlung in Rechnung stellen, wenn innerhalb von 10 Tagen keine gültige Karte vorgelegt wird.

Die elektronische Gesundheitskarte ist Bestandteil der Telematik-Infrastruktur. Mit dieser sollen alle Akteure des deutschen Gesundheitswesens vernetzt werden. Neben einem Online-Abgleich der Versicherten-Stammdaten, der bereits in vielen Praxen stattfindet, sind weitere Funktionen – zum Beispiel die Speicherung eines elektronischen Medikationsplans – geplant.