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KOSA-Fortbildungen für MFA

Medizinische Fachangestellte (MFA) spielen im Praxisalltag eine zentrale Rolle, denn die Patient*innen begegnen ihnen bei jedem Praxisbesuch zuerst. Insbesondere für chronisch Kranke sind sie Ansprechpartner, wenn es Nachfragen, Sorgen oder Ängste gibt. Deshalb führt die KV Nordrhein seit 2009 spezielle Fortbildungen für MFA unter dem Titel „Selbsthilfe – Unterstützung für Patient und Praxis“ durch.

Die Kooperationsberatung für Selbsthilfegruppen, Ärzte und Psychotherapeuten (KOSA) hat ein dreistündiges Konzept entwickelt und bietet es, jeweils in Zusammenarbeit mit Einrichtungen zur Selbsthilfeunterstützung, nordrheinweit an. Inzwischen wurden 1382 MFA in 42 Veranstaltungen zu verschiedenen Themenbereichen geschult.

Regionale Hilfsangebote als Ressource

Als Kernstück der Fortbildung vermitteln Referent*innen aus örtlichen Selbsthilfegruppen ihr Erfahrungswissen. Dadurch bekommen die MFA einen authentischen Eindruck davon, welche Unterstützung Teilnehmer*innen von Selbsthilfegruppen erfahren können. „Ich werde künftig versuchen, sensibler auf Patienten zuzugehen. Es wurde deutlich, dass sich viele Verhaltensweisen durch eine aktuelle Belastung erklären. Das wäre mir vorher so nicht aufgefallen“, so eine MFA aus Köln.

Ein zweiter Schwerpunkt der Fortbildung liegt auf der Vermittlung von Kontaktdaten ortsnaher Ansprechpartner, die die MFA für ihre psychosoziale Patientenbetreuung nutzen können. Das erspart ihnen eigene Recherche. „Sehr hilfreich ist es zu erfahren, was für Hilfen es gibt. Dass die Bandbreite so groß ist, habe ich nicht gewusst. Nun habe ich Adressen, an die ich mich wenden kann, wenn ich für Patienten Unterstützung suche“, bestätigt eine MFA aus Oberhausen.

Die MFA sind mit dieser praxisnahen Art der Fortbildung sehr zufrieden, was sich in den Abschlussrunden sowie den Feedback-Bögen zeigt. Die Bewertungen geben wider, dass die KOSA mit dem Angebot die Bedürfnisse der MFA aufgreift und sie direktes Wissen mit in ihren Arbeitsalltag nehmen können.

Auf mehrfachen Wunsch wird seit einiger Zeit auch das Thema „Psychische Störungen“ behandelt. Hier vermitteln fachärztliche Referent*innen Grundlagenwissen und geben Tipps für den Umgang mit verhaltensauffälligen bzw. psychisch kranken Patient*innen.

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Stephanie Theiß, Abteilungsleiterin KOSA