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HPV-Impfung für Jungen und mehr Geld für Schutzimpfungen

Beim Thema Impfen gibt es aktuelle und bevorstehende Änderungen. Seit dem 30. November ist beispielsweise die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) auch für Jungen zwischen 9 und 14 Jahren Kassenleistung. Zum 1. Januar 2019 werden diese und andere Schutzimpfungen zudem höher vergütet.

Ärzte sollen jetzt auch alle Jungen zwischen 9 und 14 Jahren gegen HPV impfen. Nachholimpfungen sollen grundsätzlich bis zum Alter von 17 Jahren stattfinden. Der Gemeinsame Bundesausschuss folgte kürzlich der Empfehlung der Ständigen Impfkommission und beschloss eine entsprechende Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie. Die HPV-Impfempfehlung für Mädchen bleibt unverändert.

Das Bild zeigt einen Arzt, der einen Impfausweis in der Hand hält.

Ärzte sollen jetzt auch alle Jungen zwischen 9 und 14 Jahren gegen HPV impfen.

Den Impfstoff für die Standardimpfung beziehen Praxen in Nordrhein über den Sprechstundenbedarf. Das gilt auch beim Nachholen von HPV-Impfungen und der Vervollständigung des Impfschutzes, der bis einen Tag vor dem 18. Geburtstag möglich ist. Hierbei gilt jedoch, wie bei anderen Schutzimpfungen auch: Sofern die Impfserie noch im Alter von 17 Jahren begonnen wird, kann diese auch nach Vollendung des 18. Lebensjahres abgeschlossen und abgerechnet werden.

Die HPV-Impfung wird mit der bekannten Symbolziffer 89110A beziehungsweise 89110B abgerechnet. Welche Fachärzte die Impfung verabreichen und abrechnen dürfen, ist zurzeit noch in Klärung. Die Vergütung liegt bis Ende des Jahres bei 8,59 Euro je Impfung; sie steigt ab Anfang 2019 auf 8,73 Euro je Impfung – und zwar für Mädchen und für Jungen.

Höhere Vergütung für Schutzimpfungen ab Januar

Neben der Vergütung für die HPV-Impfung steigt auch die Vergütung für andere Schutzimpfungen zum 1. Januar 2019, und zwar um 1,58 Prozent. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein und die nordrheinischen Krankenkassen und -verbände hatten sich im Herbst dieses Jahres darauf geeinigt, die Vergütung für Schutzimpfungen jeweils zum 1. Januar um die jeweilige Steigerungsrate des Orientierungswertes anzuheben. Die Erhöhung tritt erstmalig zum 1. Januar 2019 in Kraft. Bereits seit 1. Oktober 2018 erhalten Praxen in Nordrhein 4,2 Prozent mehr Geld für Schutzimpfungen.

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