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Arzneimittel: Keine Diagnose auf das Rezept

27.06.2018

Die Verordnung nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung ist nur möglich für Kinder bis zwölf Jahre, Jugendliche mit Entwicklungsstörungen und bei schwerwiegenden Erkrankungen, die in der Anlage I der Arzneimittel-Richtlinie aufgeführt werden. Bei der Verordnung nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel im Rahmen der Ausnahmen nach Anlage I der Arzneimittel-Richtlinie sollten bisher keine Diagnosen auf dem Rezept vermerkt werden. Wenn eine Diagnose angegeben wurde, musste die Apotheke prüfen, ob die Ausnahmekriterien der Arzneimittel-Richtlinie erfüllt sind.

Vor dem Hintergrund der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) dürfen nun die Diagnosen nicht mehr auf dem Arzneimittel-Rezept angegeben werden. Einzelne Apotheken verweigern die Abgabe der nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel, wenn die Diagnose auf dem Rezept ersichtlich ist. Dies gilt hingegen nicht im Rahmen der Hilfsmittelversorgung: Bitte berücksichtigen Sie, dass die Angabe der Diagnose auf Hilfsmittelverordnungen auch weiterhin gemäß der Hilfsmittel-Richtlinie erfolgen soll. Die Apotheken sind hinsichtlich der Angabe der Diagnose auf Hilfsmittelrezepten auch zur Prüfung verpflichtet.

HON

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