Logo der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein

Navigation

Onlinerollout läuft

Lange Zeit gab es kaum Komponenten, um die Praxis an die „Datenautobahn“ Telematik-Infrastruktur (TI) anzuschließen. So stand bis Ende Juni zum Beispiel nur der Konnektor der Firma Compugroup zur Verfügung. Kurz vor den Sommerferien ist Bewegung in die Szene gekommen. Ein zweiter Konnektor, ein mobiles Kartenterminal und eine zweiter Anbieter für Praxisausweise stehen zur Verfügung.

Zudem gibt es bei den Pauschalen eine neue Einigung gibt. Die Pauschalen erhalten Praxen, wenn sie die auf der eGesundheitskarte gespeicherten Versichertenstammdaten online abgleichen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband haben inzwischen höhere Pauschalen als die ursprünglich vorgesehen 720 € für den Konnektor vereinbart. Im dritten Quartal liegen die Pauschalen für einen Konnektor nun bei 1.719 Euro, ab dem vierten Quartal bei 1.547 Euro. Dazu kommen Pauschalen für Lesegeräte, die Installation und den laufenden Betrieb. Diese Erstattungen decken derzeit die Preise, die große Softwarehäuser für den Einstieg der Praxis in die TI verlangen; einige Anbieter, speziell für psychotherapeutische Praxen, verlangen indes höhere Preise.

Die Preise könnten generell sinken, wenn weitere Anbieter in den Markt eintreten. Ende Juni hat die Telekomtochter T-Systems die Zulassung für ihren Konnektor erhalten. Mit dem österreichischen Technologieunternehmen RISE steht ein weiteres Unternehmen in den Startlöchern. Und auch bei den SMC-B-Karten (den sogenannten Praxisausweisen) und den Lesegeräten hat sich etwas getan.

Das war auch nötig. Denn bislang sind in Nordrhein gerade einmal ein Zehntel der Praxen an die TI angeschlossen. Nach dem E-Health-Gesetz sollten alle bis Ende 2018 angeschlossen sein. Praxen, die ab Anfang 2019 keinen Online-Abgleich der Versichertenstammdaten durchführen, müssen mit Sanktionen rechnen: Im Gesetz ist ein Abzug von einem Prozent des Honorars vorgesehen.

Nicht nur nach Auffassung der ärztlichen Körperschaften ist diese Frist viel zu kurz und müsste verlängert werden. Einen Antrag auf Verlängerung der Frist bis zum 1. Juli 2019 hat inzwischen auch die FDP im Bundestag gestellt – was die KV Nordrhein unterstützt.

Alle Infos zu den Komponenten, die Praxen zum TI-Einstieg benötigen, zu Erstattungen und Beratungsangeboten der KV Nordrhein: onlinerollout.de

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Mehr Infos zum Datenschutz