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Aktuelle Fragen an die Serviceteams – und deren Antworten: Laborleistungen abrechnen

Bei den Serviceteams der KV Nordrhein gehen pro Monat rund 7.000 Anrufe, Faxe und E-Mails ein. Im April standen Fragen zur Abrechnung von Laborleistungen im Fokus.

Wie veranlasse ich als Hausarzt Laborleistungen zur präoperativen Vorbereitung nach den EBM-Nummern 31010 bis 31013?

In den Pauschalen nach den Nummern 31010 bis 31013 EBM sind die Laborleistungen enthalten. Bei Abrechnung der Pauschalen müssen Sie die Laborleistungen daher auf eigene Kosten veranlassen – und nicht mit Muster 10a anfordern.

Wann kommt die Kennziffer 32016 (Präoperative Labordiagnostik vor ambulanten oder belegärztlichen Eingriffen in Narkose oder in rückenmarksnaher Regionalanästhesie) zum Ansatz?

Die Kennziffer können Fachärzte ansetzen, die die Nummern 31010 bis 31013 EBM nicht abrechnen können und für eine ambulante Operationsvorbereitung notwendige Laborparameter bestimmen lassen.

Ein Ansatz der Kennziffer 32016 ist auch möglich im Falle einer weiteren ambulanten Operation im selben Behandlungsfall. Zum Beispiel, wenn zur ambulanten Operationsvorbereitung Laborparameter nachgefordert werden, die nicht Inhalt der Nummern 31010 bis 31013 EBM sind.

Wie ist das bei der Veranlassung von Laborleistungen im Zusammenhang mit der DMP-Symbolnummer 90321? Trage ich hier in der Abrechnung und auf Muster 10a die Laborkennziffer 32022 (manifester Diabetes mellitus) ein?

Nein. Muster 10a ist auch in diesem Fall nicht auszustellen. Einige Laborleistungen sind Inhalt der Pauschale der Symbolnummer (SNR) 90321; diese dürfen Sie nicht mit Muster 10a anfordern. Bei Abrechnung der SNR 90321 müssen Sie die Laborleistungen daher auf eigene Kosten veranlassen.


Sollten im Einzelfall Laborparameter bestimmt werden müssen, die nicht Inhalt der SNR 90321 sind, können Sie diese mit Muster 10a unter Eintragung der Laborkennnummer 32022 veranlassen. Auch in Ihrer Abrechnung tragen Sie dann bitte die Nummer 32022 ein.

Laborkompendium der KBV abrufbar

Am 1. April 2014 trat das neue Laborkompendium, eine Richtlinie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), in Kraft. Darin befinden sich die Bestimmungen zur korrekten Beauftragung und Abrechnung von Laborleistungen. Das Kompendium enthält ergänzende Hinweise zum Kapitel 32 des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (Laboratoriumsmedizin, Molekulargenetik und Molekularpathologie), Interpretationshilfen zu einzelnen EBM-Nummern und Empfehlungen zu medizinisch sinnvoller und wirtschaftlicher Stufendiagnostik im Labor.

Das Laborkompendium lag dem Deutschen Ärzteblatt (Heft 13/2014) als CD-ROM bei und steht in der Mediathek der KBV zum Herunterladen zur Verfügung.