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Aktuelle Fragen an die Serviceteams und deren Antworten: Was beim Kodieren wichtig ist

Stand: 04/2016

Richtiges Kodieren ist ein wiederkehrendes Thema bei den Serviceteams, zum Beispiel im Rahmen der Diagnoseprüfung. Wir haben häufige Fragen und Antworten hierzu für Sie zusammengestellt.

Wo ändere ich die Diagnosen, damit diese jedes Quartal bei der KV ankommen?

Dies geschieht in der Abrechnungsdatei. Aktualisieren Sie bitte auch die Dauerdiagnosen, bevor Sie diese in Ihre Abrechnungsdatei eintragen. Prüfen Sie bitte stets, ob Sie bei allen Diagnosen das Zusatzkennzeichen „G“ für „gesicherte Diagnose“ angegeben haben.

Checkliste für das richtige Kodieren in der Abrechnung

  • Sind alle behandlungsrelevanten Diagnosen eingetragen?
  • Sind alle behandlungsrelevanten Dauerdiagnosen eingetragen?
  • Sind die Diagnosen auf dem aktuellen Stand? 
  • Sind alle gesicherten Diagnosen mit „G“ gekennzeichnet?
  • Sind auch die präventiven Leistungen kodiert? 
  • Sind alle Diagnosen so genau wie möglich kodiert?

Warum ist es wichtig, dass ich in der Abrechnung stets mit „G“ kodiere?

Nur gesicherte Diagnosen beeinflussen die Berechnung der Morbidität und fließen somit auch mittelbar in die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung ein. Für die anderen Zusatzkennzeichen wie „Z“ („Zustand nach der Diagnose“), „V“ („Verdachtsdiagnose“) oder „A“ („ausgeschlossene Diagnose“) gilt das nicht.

Warum sollte ich in der Abrechnung nicht mit „Z“ kodieren?

Das Zusatzkennzeichen „Z“ steht für einen symptomlosen Zustand nach der betreffenden Diagnose/Erkrankung. Mit „Z“ gekennzeichnete Diagnosen sind für die eigene Patientendokumentation mitunter wichtig, haben aber keine Abrechnungsrelevanz.

Für viele behandlungsbedürftige „Rest- oder Folgezustände“ einer früheren Erkrankung enthält der ICD-10-Katalog Schlüsselnummern, die bereits die Information „Zustand nach ...“ oder „Folgen ...“ bzw. „Folgezustände ...“ enthalten und mit „G“ kodiert werden. Das betrifft zum Beispiel den Kode I69.3G (Folgen eines Hirninfarktes). Solche Kodes gelten als gesichert und sind wiederum abrechnungsrelevant.

Welchen Kode gebe ich bei einem Patienten ein, der vor einem Jahr oder mehr einen Herzinfarkt hatte und nun deswegen Medikamente braucht?

Kodieren Sie diesen Fall mit I25.22G (alter Myokardinfarkt, ein Jahr oder länger zurückliegend).

Gibt es so einen Kode auch für einen Patienten mit erlittenem Schlaganfall, der zur weiterführenden Behandlung zu mir kommt?

Ja, diese behandlungsbedürftige, in der Vergangenheit erlittene Erkrankung kodieren Sie mit I69.3G (Folgen eines Hirninfarktes).

Was muss ich bei der Kodierung von COPD (chronisch obstruktiver Lungenerkrankung) und Asthma in der Abrechnung beachten?

Achten Sie darauf, dass Kodierung (gesicherte Diagnose) und DMP-Symbolnummer jeweils der bestehenden Erkrankung entsprechen. COPD wird mit den Kodes aus dem Bereich J44.- beschrieben, für Asthma gilt der Bereich J45.-. Werden diese Kodes vertauscht, fehlt für die DMP-Symbolnummer eine entsprechende korrekte Diagnose.

Was muss ich bei der Kodierung der Wöchnerinnen-Betreuung bzw. -Untersuchung beachten?

Bitte denken Sie daran, in diesem Fall eine Diagnose zu kodieren, aus der hervorgeht, dass die Patientin entbunden hat, zum Beispiel Z39.2G (routinemäßige postpartale Nachuntersuchung der Mutter).