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EBM-Änderungen: Sauerstofftherapie, Neuropädiatrie, FFR

21.12.2018

Für die hyperbare Sauerstofftherapie bei diabetischem Fußsyndrom, die Messung der myokardialen fraktionellen Flussreserve (FFR) und die neuropädiatrische Betreuung hat der Bewertungsausschuss Änderungen im EBM beschlossen. Diese gelten rückwirkend zum 1. Oktober 2018 beziehungsweise 1. Januar 2019.

Hyperbare Sauerstofftherapie bei diabetischem Fußsyndrom: Bei der hyperbaren Sauerstofftherapie können auch Dermatologen die GOP 30214 (140 Punkte, 14,92 Euro) für die Betreuung eines Patienten zwischen den Druckkammerbehandlungen abrechnen. Die Änderung gilt rückwirkend ab 1. Oktober 2018. Die Vergütung erfolgt extrabudgetär.

Die Behandlungsmethode wurde zum 1. Oktober neu in den EBM aufgenommen. Patienten mit diabetischem Fußsyndrom können seitdem mit der hyperbaren Sauerstofftherapie ambulant behandelt werden.

Messung der myokardialen fraktionellen Flussreserve: Ebenfalls rückwirkend zum 1. Oktober 2018 hat der Bewertungsausschuss klargestellt, dass die Sachkostenpauschale 40301 für die Messung der FFR bei belegärztlicher Durchführung nicht berechnungsfähig ist. Die Sachkosten sind vom Krankenhaus zu tragen, in dem der Belegarzt die Untersuchung durchführt. Über die 40301 bekommen Ärzte die Kosten erstattet, die bei der FFR entstehen.

Die FFR mit der GOP 34298 wurde zum 1. Oktober 2018 als neue Leistung in den EBM aufgenommen. Sie kann als Zuschlag zur Herzkatheteruntersuchung mit Koronarangiographie (GOP 34291) einmal im Behandlungsfall abgerechnet werden. Die Vergütung erfolgt extrabudgetär.

Neuropädiatrische Betreuung: Die Zusatzpauschale für die neuropädiatrische Betreuung (GOP 04433, 299 Punkte, 31,86 Euro) ist seit 1. Januar 2019 auch für Patienten mit dem ICD-10-Kode G90.60 (Komplexes regionales Schmerzsyndrom der oberen Extremität, Typ II: Kausalgie) berechnungsfähig.