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Die Zulassung als freiberuflicher Arzt ermöglicht ein Höchstmaß an Flexibilität in der Berufsausübung

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

die Sicherstellung der ambulanten Versorgung ist nicht nur unser gesetzlicher Auftrag, sondern auch eine konkrete Herausforderung, an der uns Politik und Öffentlichkeit messen. Ganz besonders gilt dies für die hausärztliche Versorgung. Nach wie vor haben wir zu wenig Medizinstudierende und darunter zu wenig „Generalisten“ mit dem Berufswunsch Hausarzt. Zudem schwindet die Neigung zur freiberuflichen Niederlassung, während der Wunsch nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf wächst. Umso wichtiger ist, dass wir intensiv um Nachwuchs und Nachfolger werben, auch mit der klaren Botschaft: Niederlassung und Familie schließen sich nicht aus. Auch die Zulassung als freiberuflicher Arzt ermöglicht ein Höchstmaß an Flexibilität in der Berufsausübung.

Zur Abwehr regionaler Versorgungslücken werden wir aber auch Geld in die Hand nehmen müssen. Der Strukturfonds, der mit 0,1 Prozent unserer Gesamtvergütung gefüllt ist und je hälftig von uns und von den Krankenkassen finanziert wird, stellt Mittel bereit, ohne die unser Engagement auf Appelle und Aufklärung beschränkt bliebe. Voraussichtlich Ende Oktober werden wir unter anderem mit Investitionskostenzuschüssen und geförderten Praxishospitationen starten.

Dass wir mehr Hausärzte benötigen, spiegelt sich auch im Konsenspapier wider, das wir mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, den beiden Ärztekammern, den Krankenkassen und dem Landesgesundheitsministerium in NRW erarbeitet haben. Wir halten die Vereinbarung zum finanziell attraktiveren Quereinstieg in die Allgemeinmedizin für ausgewogen, auch wenn wir uns manches noch prägnanter gewünscht hätten.

Empfehlen möchten wir Ihnen in dieser Ausgabe den ersten Beitrag einer Serie mit Leitfäden zur Labordiagnostik. Wir beginnen mit der Thrombophilie, für die wir pro Jahr in Nordrhein sechs Millionen Euro aufwenden. Die Leitfäden, die in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsausschuss Labor der KVNO entstehen, sollen Praxen helfen, die Diagnostik auf das medizinisch Wesentliche zu konzentrieren, und so den dynamischen Anstieg der Laborkosten begrenzen.

Das Bild zeigt den Vorstand der KV Nordrhein.

Herzliche Grüße

Dr. med. Frank Bergmann
Vorstandsvorsitzender
Dr.  med. Carsten König, M. san.
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender