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Selbstständige Freiberufler sind das Rückgrat der ambulanten Versorgung

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

"Landpartie" klingt zunächst nach einer gemütlichen Kaffeefahrt ins Grüne. Die erste Landpartie der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein im März in Rees im Kreis Kleve fand auch in idyllischer Umgebung statt, bestand aber vor allem aus Workshops mit Informationen zur Niederlassung. Konkretes Ziel: Medizinerinnen und Mediziner für die Arbeit in einer Praxis auf dem Land begeistern – unterstützt vom Kreis Kleve und Kommunalpolitikern, mit denen wir wie in vielen anderen Kreisen auch schon eine rege Zusammenarbeit pflegen, zum Beispiel auf unseren Praxisbörsentagen.

Fast 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich bei der Landpartie ein ganzes Wochenende lang intensiv mit dem Berufsziel "Landarzt" beschäftigt. Der Aufwand hat sich für alle Beteiligten gelohnt, denn das Interesse an der Niederlassung ist groß, wenn die Rahmenbedingungen stimmen und wir mit so manchem Vorurteil aufräumen.

Auf der Landpartie waren auch die Fördermöglichkeiten des Strukturfonds ein wichtiges Thema, dessen Angebote gut ankommen. Auch der Quereinstieg in die Allgemeinmedizin stößt auf lebhaftes Interesse und wird von uns zusammen mit der KV Westfalen-Lippe Ende Mai auf dem Sicherstellungskongress der Kassenärztlichen Bundesvereinigung in Berlin beworben. Zudem hat Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland die Landarztquote eingeführt, die zwar erst langfristig wirken kann, aber einen Einstieg in ein verändertes Auswahlverfahren darstellt und mehr jungen Menschen, die gern auf dem Land praktizieren möchten, den Weg ins Medizinstudium ebnet.

Das alles sind Mosaiksteine im Bemühen um eine gute ambulante Versorgung auch in ländlichen Regionen. In der Summe entsteht daraus das Bild einer zukunftsfähi­gen Versorgungsstruktur, die wir weiterhin sicherstellen werden, wenn die Politik aufhört, unser immer noch gut funktionierendes System mit übergriffigen Vorgaben unnötig zu reglementieren und zu verkomplizieren. Das Ziel kluger Politik müsste sein, die Rahmenbedingungen unserer Arbeit zu verbessern, denn die niedergelassenen Vertragsärzte tragen die Hauptlast der medizinischen Versorgung in unserem Land. Selbstständige Freiberufler sind das Rückgrat der ambulanten Versorgung und werden es bleiben – wenn die Politik uns lässt.

Das Bild zeigt den Vorstand der KV Nordrhein.

Herzliche Grüße

Dr. med. Frank Bergmann
Vorstandsvorsitzender
Dr.  med. Carsten König, M. san.
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender