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Wir brauchen derzeit keine weiteren Gesetze

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

Sie werden es als aufmerksame Leser schon bemerkt haben: Wir benötigen immer mehr Seiten, um Sie über alles Wichtige auf dem Laufenden zu halten. Das liegt auch am „Fleiß“ unseres Bundesgesundheitsministers und seines Hauses, das uns mit immer neuen Vorgaben, Fristen und Regelungen konfrontiert. Mit dem Entwurf für ein Gesetz zur Notfallreform sorgte Minister Spahn Mitte Juli einmal mehr mit vermeintlich einfachen Lösungen für komplexe Strukturen für maximale Aufmerksamkeit – und das zur Unzeit.

Denn während wir den Notdienst, auch über klare Absprachen mit dem Landesgesundheitsministerium, weiterentwickeln, mit Kliniken und Rettungsdienst kooperieren sowie Portalpraxen einrichten, fordert der Minister „integrierte Notfallzentren“ an Kliniken und „gemeinsame Notfall-Leitstellen“ – in alleiniger Verantwortung der Länder. Während das KV-System intensiv daran arbeitet, die Vorgaben aus dem Termin­servicegesetz zu erfüllen und die 11 6 11 7 zu einer leistungsfähigen Service-Hotline auszubauen, wirbt Spahn für eine „integrierte Notfallversorgung“ ohne die KVen, deren Sicherstellungsauftrag auf die Sprechstundenzeit beschränkt werden soll. Mal abgesehen vom Timing des Vorstoßes: Wir brauchen derzeit keine weiteren Gesetze. Was wir brauchen, ist Vertrauen und nicht zuletzt Zeit, damit die derzeitigen Reformen Wirkung zeigen können.

Dazu gehört auch die Bewerbung der 11 6 11 7. Am 30. August 2019 startete die bislang größte Kampagne zur Bewerbung der Bereitschaftsdienst-Hotline. In TV-Spots, in Zeitungen, Magazinen, auf Plakaten und im Internet werden Sie der „Elf 6, Elf 7“ begegnen. Auch wenn die Kampagne sicher nicht jedem gefällt: Merken kann man sich die Nummer durch den humorvollen Auftritt der „Elfen“ wohl in jedem Fall.

Zeit braucht auch eine geregelte Praxisübergabe, die mit Blick auf die Altersstruktur der Niedergelassenen in Nordrhein für viele von uns nicht mehr weit weg ist. Viele unserer Mitglieder denken viel zu spät über das Ende ihrer Berufstätigkeit nach und beginnen viel zu spät mit der Planung ihres Ausstiegs. Wir machen das Thema zum Schwerpunkt dieser Ausgabe– und auch in Zukunft zum wesentlichen Bestandteil unseres Beratungsangebots.

Herzliche Grüße

Das Bild zeigt den Vorstand der KV Nordrhein.

Herzliche Grüße

Dr. med. Frank Bergmann
Vorstandsvorsitzender
Dr.  med. Carsten König, M. san.
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

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